Chaos-Sonntag in Zügen?

Spuren einer Fangruppe: Wegen solcher Auswüchse führte der Metronom ein Alkoholverbot ein. Archivfoto: Metronom

tm Uelzen. Dem kommenden Sonntag dürfte man bei Bahn und Metronom, aber auch der Bundespolizei, mit Unbehagen entgegen sehen: In Braunschweig wird um 13.15 Uhr das Spitzenspiel der 3. Liga zwischen der heimischen Eintracht und Hansa Rostock angepfiffen. Und da die Fans beider Vereine als problematisch gelten, gibt es für den Sonntag umfassende Sicherheitsvorkehrungen unter anderem auf den Bahnstrecken Uelzen-Lüneburg und Uelzen-Gifhorn-Braunschweig.

So wurde eine „Allgemeinverfügung“ erlassen, die weit über das im Metronom schon geltende Alkoholverbot hinausgeht und auch für die Züge der Deutschen Bahn gilt. Demnach ist es von Sonntag 5 bis 23 Uhr generell allen reisenden Fußballfans verboten, auf zahlreichen Strecken Glasflaschen oder Getränkedosen mit sich zu führen – egal, ob es sich bei den Getränken um Alkohol oder Sprudel handelt. Diese Verfügung gilt nicht nur auf den beiden Uelzener Strecken, sondern auch zwischen Berlin, Wolfsburg und Braunschweig, zwischen Rostock und Büchen, Büchen und Lüneburg sowie Hannover und Braunschweig.

„Das Verbot wird von Einsatzkräften überwacht, bei Zuwiderhandlungen erfolgt eine Sicherstellung“, erklärt ein Sprecher der Bahnpolizei. Und wer sich weigere, Dosen und Flaschen herauszugeben, müsse mit dem Ausschluss von der Weiterfahrt rechnen.

Fußballfans hatten in der Vergangenheit gerade der Uelzener Metronom-Eisenbahngesellschaft Kopfschmerzen bereitet, da es immer wieder zu Randalen kam. So wurden sogar schon Dachverkleidungen eingeschlagen. Die Einführung des Alkoholverbotes erfolgte unter anderem zur Eindämmung dieser Auswüchse.

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