Geänderte Vorfahrt am Kreishaus verursacht willkürliches Fahren

Chaos an Dieterichsstraße

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Kreuzung Veerßer Straße / Dieterichsstraße: Dort ist derzeit erhöhte Vorsicht angesagt.

Uelzen. Ein Gewinke und Gehupe herrscht derzeit an der Kreuzung Veerßer Straße/Dieterichsstraße.

Während die einen Verkehrsteilnehmer den neuen Vorfahrt-gewähren-Schildern in der Dieterichsstraße Folge leisten, richten sich andere unverändert nach der früher greifenden „Rechts-Vor-Links-Regelung“. Fahrlehrer Alex Köln kennt das Geschehen. Er schätzt, „dass sich mehr als 40 Prozent der Autofahrer an dieser Stelle falsch verhalten“.

Zum Hintergrund: Vor knapp einem Monat nahm die Stadtverwaltung eine Änderung der Vorfahrt an der Kreuzung nahe des Kreishauses vor, denn aufgrund eines erhöhten Verkehrsaufkommens während der Bauarbeiten an der Greyerbrücke kam es in hier vermehrt zu Rückstaus. Um den Verkehrsfluss auch weiterhin zu gewährleisten, sind aus der Dieterichsstraße kommende Fahrer seit Mitte Oktober wartepflichtig.

Auf AZ-Nachfrage verriet Stadtsprecherin Ute Krüger, dass sich nach Einschätzung der Stadt Uelzen viele Autofahrer an die neue Vorfahrtssituation gewöhnt hätten, räumt jedoch auch ein, dass es „Verkehrsteilnehmer gibt, die die geänderte Regelung noch nicht erkennen“. Dann werde meist „abgewartet oder sich verständigt, wer zuerst fährt“. Der erhoffte Effekt, den Rückstau in die Innenstadt zu reduzieren, sei allerdings eingetroffen. Krüger weiter: „Wir wissen aber auch, dass die Herbstferien – mit einem in der Regel geringen Verkehrsaufkommen – gerade erst vorbei sind.“ Die Verkehrsentwicklung werde daher auch weiterhin beobachtet.

Ralf Munstermann, Leiter des Uelzener Streifendienstes, rät in diesem Bereich zu erhöhter Vorsicht und vor allem auch dazu, mit den Fehlern anderer zu rechnen. Konkret: „Vorsichtig an die Kreuzung heranfahren, in die Augen des anderen Verkehrsteilnehmers schauen, dann aber auch mutig von seinem Recht Gebrauch machen“, so die Empfehlung Munstermanns für eine „Umgewöhnungsphase“, die in der Regel circa 14 Tage andauere.

Von Anna Petersen

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