Landgericht erwartet Stellungnahmen von Eigentümerin und archäologischer Firma

Café Harder: Grabung notwendig?

+
Diese Beschlagwange ist auf dem Grundstück des Café Harder in Uelzen ausgegraben worden. Stadtarchäologe Fred Mahler hatte während der Arbeiten die Fachaufsicht inne.

Uelzen. Der Streit um die Kosten für archäologische Grabungen auf der Baustelle vom ehemaligen Café Harder in Uelzen dauert noch an.

Das Landgericht Lüneburg hatte nach einer Verhandlung zwischen einer Isernhagener Grabungsfirma und der Berliner Grundstücks-Eigentümerin, Renate Kynder Gräfin von Walderdorff, einen Sachverständigen beauftragt, einzuschätzen, ob die Grabungen notwendig waren. Das Gutachten des beauftragten Archäologen aus Berlin ist beim Landgericht eingetroffen und an die beiden Parteien weitergereicht worden.

Diese haben nun Gelegenheit, eine Stellungnahme zu verfassen, berichtet Frauke Albers, Pressedezernentin am Landgericht. In welche Richtung das Gutachten geht, will sie nicht bekanntgeben. Es gebe Kritikpunkte in dem Gutachten, die möglicherweise die Grabungsfirma wie auch die Grundstückseigentümerin jeweils zu ihren Gunsten auslegen könnten. Nach Abgabe der Stellungnahmen wird der Fall noch einmal vor Gericht mündlich erörtert.

Die Eigentümerin des Grundstücks an der Veerßer Straße habe die Notwendigkeit der archäologischen Arbeiten angezweifelt und somit lediglich die erste Rechnung von 16 000 Euro bezahlt, berichtet ihr Ehemann Friedrich Kynder auf AZ-Nachfrage, eine zweite Rechnung von 12 000 Euro stehe noch aus. Da sie die übrigen Kosten nicht übernommen habe, zog die Grabungsfirma vor Gericht. Den Auftrag für die Arbeiten, die im Sommer 2012 ausgeführt worden waren, soll jedoch die Berlinerin zuvor selbst erteilt haben, da sie im Fall einer Bebauung gesetzlich dazu verpflichtet gewesen sei. Seite 3

Von Diane Baatani

Mehr zum Thema

Kommentare