Hoffen auf Entlastung

Bundespolizei am Hainberg wird um eine neue, 50-köpfige Einheit erweitert

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Mit dem Festnahmezug – hier bei einer Übung – ist bereits eine Spezialeinheit der Bundespolizei am Standort Hainberg stationiert – jetzt soll es 50 zusätzliche Dienstposten geben.

Uelzen. Am Uelzener Bundespolizei-Standort Hainberg wird eine neue Einheit stationiert, die für den „robusten Einsatz bei Terrorlagen“ vorgesehen sei.

Diese Nachricht überbrachte jetzt der zuständige Abteilungsleiter für Angelegenheiten der Bundespolizei im Bundesinnenministerium, Dr. Helmut Teichmann, der auf Einladung des heimischen Bundestagsabgeordneten Henning Otte (CDU) den Hainberg besuchte. „Voraussichtlich 50 neue Dienstposten werden dazu am Bundespolizeistandort Uelzen ab dem Jahr 2016 neu aufgestellt“, verkündete Teichmann.

Dem Besuch aus Berlin ging es vor allem darum, sich vor Ort einen Eindruck von dem Standort zu verschaffen, sowie Informationen über die aktuelle Situation und die Belastungen der Polizisten zu erhalten.

Die personelle Situation vor Ort sei kritisch, da die Bundespolizei Uelzen durch eine hohe Einsatztätigkeit wie Abordnungen, Auslandeinsätze, Fußballspiele, G-7 Treffen und ähnliches sehr stark gefordert sei, erfuhr Teichmann. Die Einsatzstunden seien von 5000 auf 7500 pro Monat gestiegen.

Einsätze seien nicht mehr planbar und bei der Qualität für die Ausbildung und der Fahrzeuge sei ein Grenzwert erreicht. Der Ministeriumsvertreter verwies darauf, dass bis 2016 insgesamt 1000 neue Stellen geschaffen werden, um den steigenden Aufgaben der Bundespolizei nachzukommen.

Als weiterer wichtiger Punkt wurde die Investition in die Schießstände angesprochen.

Aufgrund notwendiger Reparaturen erfolgt die Schießausbildung auf umliegenden Anlagen, was wegen der Entfernung von teilweise über 100 Kilometern eine weitere Belastung bedeutet. Die schnelle Instandsetzung der Schießstände sei dabei für Uelzen von großer Wichtigkeit.

Bei dem Besuch wurde auch vereinbart, dass der Bau einer Raumschießanlage zur Verbesserung der Ausbildung geprüft werde. Otte versprach, sich für die notwendigen Instandsetzungsmaßnahmen bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben einzusetzen.

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