Bulli fährt in Straßengraben

Unfall: Jugendfußballer von Teutonia Uelzen im Kreis Gifhorn verletzt

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Die Spuren des Unfalls in Schneflingen sind deutlich zu erkennen. Über diesen Baumstumpf fuhr der mit sieben U 12-Kickern und zwei Betreuern besetzte Bulli und landete im Graben.

Uelzen/Schneflingen. Bei einem Verkehrsunfall in der Nacht zum Sonnabend in Schneflingen (Kreis Gifhorn) sind sieben Fußballer der U 12-Junioren von Teutonia Uelzen und zwei erwachsene Betreuer verletzt worden.

Ihr VW-Bus war auf der Rückfahrt vom Wolfsburger Stadion, wo die Uelzener sich das Bundesligaspiel des VfL gegen Schalke 04 angesehen hatten.

Am Ortsausgang der Landesstraße 288 in Richtung Teschendorf kam der Bulli am Freitag gegen 23.30 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn ab und fuhr über einen Baumstumpf in den Straßengraben. Dort blieb der Wagen auf der Seite liegen. Zum Glück wurde niemand eingeklemmt. Einige der Insassen zogen sich leichtere und mittlere Verletzungen wie Prellungen und Platzwunden zu. Der VW-Bus hat nur noch Schrottwert.

Ein Großaufgebot an Rettungskräften und Notärzten versorgte die Unfallopfer. Die zehn bis zwölf Jahre alten Kinder und die beiden Erwachsenen wurden mit Rettungswagen in die Krankenhäuser Wolfsburg, Gifhorn, Wittingen und Uelzen gebracht. Nach AZ-Informationen wurden die meisten von ihnen aber bis gestern wieder nach Hause entlassen.

Weil am Unfallort nur ein abgesägter Baumstumpf stand, hatten die Insassen des Bullis Glück im Unglück. „Bis zum Herbst standen hier noch zwei große Bäume. Wir mögen nicht daran denken, wenn die noch dort gestanden hätten“, sagte ein Polizeisprecher gegenüber dieser Zeitung.

Teutonia-Vorsitzender Lutz Börngen zeigte sich auch gestern noch geschockt über den Unfall. Er war wenige Minuten nach dem Bulli am Unfallort vorbeigefahren und versorgte die Insassen, von denen die meisten am Straßenrand saßen oder lagen, bis die Krankenwagen eintrafen. „Die seitliche Schiebetür ging nicht auf. Ein Kind musste deshalb durch die Heckklappe herausgehoben werden“, schildert Börngen der AZ.

Der VW-Bus sei nagelneu gewesen, „technische Gründe kann der Unfall deshalb nicht haben“, meint er. Jetzt müssten die polizeilichen Ermittlungen abgewartet werden. Vor allem aber gehe es darum, dass alle Unfallopfer wieder gesund würden.

Von Bernd Schossadowski und Bernd Behrens

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