Verdi und GEW beziehen gemeinsames Büro an der Schuhstraße in Uelzen

Mit Büro „Gesicht zeigen“

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Bürgermeister Otto Lukat (rechts) überreichte zum Bezug des neuen Büros einen Stich zu der Uhlenköpersage an Rani Benter (2.v.l.), Andrea Hinz und Annette Schneider (links).

Uelzen. Stärker als bislang wollen in Uelzen die Gewerkschaften Verdi und GEW in Erscheinung treten.

Aus diesem Grund haben die Verbände nun ein neues Büro an der Schuhstraße bezogen, das nicht nur ein Anlaufpunkt für Arbeitnehmer bei Problemen sein soll, sondern in dem auch Beratungen zu Fragen der Rente und der Lohnsteuererklärung stattfinden werden. Montags, mittwochs und donnerstags wird das Büro zu festen Zeiten durch ehrenamtliche Gewerkschaftler besetzt sein. Außerdem ist vorgesehen, dass jeweils am ersten Sonnabend im Monat ebenfalls Gewerkschafter an der Schuhstraße erreichbar sein sollen.

Zu finden war eine Uelzener Außenstelle des Verdi-Bezirksverbands Lüneburger Heide bislang an der Lindenstraße. Die Räumlichkeiten hätten jedoch zu weit vom Zentrum entfernt gelegen, wie Andrea Hinz, Ortsverbandsvorsitzende von Verdi, bei der offiziellen Einweihung des neuen Büros sagte. „Es ist heute wichtiger den je, dass die Gewerkschaften in der Gesellschaft ihr Gesicht zeigen“, so die Arbeitnehmervertreterin vor einer großen Schar von Gästen, darunter auch Uelzens Bürgermeister Otto Lukat und Vertreter unterschiedlicher Vereine, die zur Einweihung am Freitagnachmittag gekommen waren.

Annette Schneider aus dem Vorstandsteam des GEW-Kreisverbandes erinnerte an die akuten Themen, mit den sich die Gewerkschaften zu beschäftigen haben. Eine Arbeitsgruppe zum Thema „psychische Belastung/Mobbing im Job“ beispielsweise werde nun ihre Arbeit aufnehmen und sich zu den Beratungen im neuen Büro treffen. Sie rührte für das Gremium auch noch einmal die Werbetrommel. Es würden noch Betriebsräte gesucht, die sich bei diesem Thema mit einbringen wollen. Bei Interesse könne das Gewerkschaftsbüro zu den Öffnungszeiten aufgesucht werden.

Vom neuen Standort an der Schuhstraße erhoffen sich Verdi und GEW auch, dass neue Mitglieder für die Gewerkschaften und die ehrenamtliche Arbeit in den Verbänden gefunden werden. „Vielleicht hilft es ein Stück, dass wir unsere Nachwuchssorgen loswerden“, so Annette Schneider. Im Kreis Uelzen gibt es circa 2500 Verdi-Mitglieder, im gesamten Bezirk, der sechs Landkreise umfasst, sind etwa 17 000 Mitglieder.

Von Norman Reuter

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