Ein Bündnis für Nowak

Uelzen/Landkreis - Von Marc Rath Unmittelbar zu Jahresbeginn nimmt der Landratswahlkampf im Landkreis bereits Fahrt auf. Ein Unterstützerkreis aus Wirtschaft, Handwerk und Kultur macht sich jetzt für einen parteiübergreifenden Kandidaten Raimund Nowak stark.

„Wir brauchen keinen parteigebundenen Bewerber, sondern Persönlichkeiten, die etwas bewegen können“, begründet Mit-initiator Georg Lipinsky die Initiative. Binnen weniger Stunden haben Lipinsky und der einstige Uelzener CDU-Kommunalpolitiker Klaus Schlademann mehr als ein Dutzend Zusagen erhalten. Der ehemalige Landessprecher der Grünen soll dabei nicht auf dem Ticket seiner Partei antreten, sondern als unabhängiger Bewerber. Die dafür nötigen Unterschriften wollen seine Unterstützer sammeln.

Lipinsky hat in Uelzen grüne Bewegungen mitbegründet und steht der Partei nahe. Für den Landrat gehe es ihm aber nicht ums Parteibuch. So hatte er vor sieben Jahren seine Unterstützungsunterschrift für die Kandidatur des parteilosen Theodor Elster geleistet. Nowak habe nicht nur beim Hundertwasserbahnhof bewiesen, dass er mit seinen Ideen über Parteigrenzen hinweg begeistern könne, betont Lipinsky. „Er ist dafür in ganz Niedersachsen anerkannt“, wirbt er für den 55-jährigen gebürtigen Uelzener.

„Wir sind keine Wutbürger, sondern Bürger, die etwas Positives für ihren Bereich wollen“, skizziert er das Verständnis der Unterstützer. Zu Nowak bekennen sich unter anderem Ex-Buchhändler Rainer Schimmel, Kino-Chefin Renate Böhm, Konzertveranstalter Uli Gustävel, „Mephisto“-Betreiberin Monika Baruschke, Theaterkellerwirt Folkert Frels, Gärtnermeister Axel Beeker, die Mediziner Henning Kessler und Gertrud Drüge, die Wissenschaftler Dietrich Meyer und Thomas Vogel, Tischlermeister Kai Simonsen, Kfz-Meister Andreas Gubbe bis hin zu den bundesweit bekannten Volker Krause, Inhaber der Bohlsener Mühle, sowie Bio-Landwirt und „Linda“-Retter Karsten Ellenberg.

Nowak zeigt sich „hoffnungsfroh“ über „die weitere gedachte und nicht gedachte Unterstützung“. „Ich strebe nach wie vor eine überparteilicher Kandidatur an.“ Auf Initiative des SPD-Bewerbers Jürgen Krumböhmer kommt es morgen Abend in Hannover zu einem Vier-Augen-Gespräch der beiden. „Warum soll es da nicht Überraschungen geben“, meint Nowak und kündigt danach eine Erklärung an.

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