Nach Silo-Brand: Kran-Einsatz jetzt am Wochenende

Brücke wird gesichert

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Derzeit liegt die eingestürzte Zuführbrücke auf den oberen Stahlbetonringen der Silos, über die sie führte.

Uelzen. Zwei Wochen nach dem Brand auf dem Gelände der Uelzener Zuckerfabrik soll am kommenden Wochenende die Zuführbrücke, in der das Feuer vermutlich ausbrach und die später mit dem brennenden Dach des Silos 9 eingestürzt war, gesichert werden.

Derzeit liegt sie in mehr als 70 Metern Höhe auf den oberen Stahlbetonringen der beiden Silos, über die sie führte.

Wie Nordzucker-Unternehmenssprecherin Tanja Schneider-Diehl gestern auf AZ-Anfrage erläuterte, sollen zum Anheben der Brücke und für das Ablegen auf der Erde zwei Kräne zum Einsatz kommen. Details zur Sicherungsmaßnahme der Zuführbrücke, die auch begehbar war und in der über Laufbänder der Zucker in die Silos gelangte, würden bis zum Wochenende besprochen. Für die Ermittler der Brandursache ist die Brücke von besonderer Bedeutung, erhoffen sie sich nach der Sicherung in ihr Hinweise auf den Ausbruch des Feuers zu finden.

Unterdessen wird das Silo 9 weiter geleert. Nach dem Löschen des Brandes war ein Schott am Fuß des Silos geöffnet worden. Zunächst rieselte noch Zucker heraus. Mittlerweile, so Schneider-Diehl, sei man auf feuchten und klumpigen Zucker gestoßen, aber noch nicht auf größere Teile des Daches, das ins Innere des Silos gefallen war.

Von den etwa 40 000 Tonnen Zucker, die in dem Silo lagerten, seien – grob geschätzt – etwa zehn Prozent herausgeholt worden. Die süße Masse werde zunächst auf dem Gelände zwischengelagert und dann zu angemieteten Außenlagern gefahren, schilderte Schneider-Diehl. Was aus dem Zucker werde, sei noch nicht „final entschieden“. Ob, wie bereits erwogen, der Zucker zur Bio-ethanol-Produktion herangezogen werden kann, müsse noch geprüft werden.

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