Bauwerk über Westerweyher Bach ein Schildbürgerstreich? / Behörde gibt Entwarnung

Brücke löst Verwunderung aus

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Von der Seite betrachtet, wirft das Bauwerk Fragen auf: Ein Geländer endet unterhalb der Fahrbahn.

nre Kirchweyhe. Für Verwunderung sorgt gegenwärtig eine der Brücken, die für die Umgehungsstraße von Kirchweyhe errichtet wurden. Einwohner von Kirchweyhe glauben sogar an einen Schildbürgerstreich.

Der Anblick des Bauwerks über den Westerweyher Bach wirft aber auch Fragen auf, wie Peter Meyer, Projektleiter für die Umgehungsstraße bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, einräumt.

Über einen aus Beton gegossenen Brückenkörper wurden zunächst Rohre verlegt, dann Sand aufgeschüttet und schließlich die Asphaltdecke für den Verkehr aufgebracht. Ein am Brückenkörper angebrachtes Gelände endet damit unterhalb der Asphaltschicht. War das beabsichtigt oder wurde beim Bau ein Fehler begangen? Peter Meyer gibt Entwarnung. Es habe alles seine Richtigkeit, erklärt er. Bei der Brücke handele es sich um ein sogenanntes überschüttetes Bauwerk. Es sei günstiger als andere Varianten. „Das spart uns Kosten“, so Meyer“.

Bei einem überschütteten Bauwerk werde zunächst der Betonköper hergestellt. Im Fall von Kirchweyhe seien dann zwei Rohe auf diesen Brückenkörper verlegt worden, mit denen das Regenwasser abgeleitet werden könne. Schließlich sei als Untergrund für die Fahrbahn ein bis eineinhalb Meter Sand aufgeschüttet worden. Das am Betonköper installierte Geländer sei nicht als unmittelbarer Schutz für die Autofahrer beim Abkommen von der Fahrbahn gedacht. „Dazu werden auf jeder Seite Leitplanken angebracht“, so der Mitarbeiter der Straßenbaubehörde. Das ursprüngliche Gelände, das unterhalb der Fahrbahn ende, diene als zusätzlicher Schutz. Bei genauerer Betrachtung des Bauwerkes befindet sich zwischen der Fahrbahn und dem Geländer ein Abstand von rund ein bis eineinhalb Metern.

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