Es brennt bei den Wehren

Werden auch künftig genug Ehrenamtliche löschen?

Uelzen/Hannover - Von Thomas Mitzlaff. 113 Feuerwehren gibt es im Landkreis Uelzen und manche von ihnen haben längst Probleme, bei einer Alarmierung eine schlagkräftige Mannschaft zusammenzutrommeln. Der hiesige Kreis ist kein Einzelfall – der demografische Wandel der Bevölkerung stellt landesweit in der Fläche die Feuerwehren vor Probleme.

„Die Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft der Feuerwehren ist langfristig gefährdet“, betonte gestern Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann bei einem Pressetermin in Hannover. Schünemann hat deshalb eine Projektgruppe eingesetzt, die die Sicherung des Brandschutzes unter besonderer Berücksichtigung des demografischen Wandels untersuchen soll. „Denn die Bevölkerung geht zurück, die Zahl der Brände aber nicht“, so der Minister.

Für einen effektiven Brandschutz sollen künftig so genannte Schutzziele durch die Gemeinden als Träger der Feuerwehren festgelegt werden. Die Kommune legt Leistungs- und Finanzziele für die Feuerwehr fest, „die Wehren sind dann für den effektiven und wirtschaftlichen Einsatz der Ressourcen verantwortlich und stellen die Erreichung der vorgegebenen Ziele sicher“, erläutert Schünemann das Konzept.

Das könne die Auflösung von Wehren bedeuten, müsse es aber nicht zwangsläufig, betont Schünemann: „Wenn das Schutzziel auch durch eine Kooperationen der kleinen Wehren untereinander erreicht wird, ist auch das eine Möglichkeit.“ Zwar habe eine Feuerwehr im Dorf auch eine soziale Komponente, weiß der Innenminister mit Blick auf eventuelle Wehrauflösungen, „für uns aber kann es bei der künftigen Struktur des Feuerwehrwesens aber nur darum gehen, den Brandschutz zu gewährleisten“.

Dabei muss die Feuerwehr aber auch weiterhin in der Fläche präsent sein: „Vom Feuerwehrhaus bis zur Einsatzstelle darf es fünf bis acht Minuten dauern“, gibt Landesbranddirektor Jörg Schallhorn das Ziel vor.

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