Kleinkrieg im Uelzener Rotlichtmilieu: Gutachter geht von Vorsatz aus

Brandstiftung „wahrscheinlich“

In der Nacht zum 17. September war dieser Wagen vor dem Bordell an der Scharnhorststraße ausgebrannt. Foto: Ph. Schulze

tm Uelzen. Das Auto eines Uelzener Bordellbetreibers wurde wahrscheinlich angesteckt.

Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachter, den die Kriminalpolizei eingeschaltet hatte „Der Experte kann zwar auch einen technischen Defekt nicht ganz ausschließen, tendiert aber deutlich zu Brandstiftung“, erklärte Polizeisprecherin Nicole Winterbur.

In der Nacht zum 17. September war der Wagen des Mannes vor seinem Bordell an der Uelzener Scharnhorststraße in Flammen aufgegangen. Es entstand Totalschaden. Kurze Zeit später flog ein Stein durch das Fenster eines Konkurrenz-Bordells im Uelzener Industriegebiet (AZ berichtete). Die Polizei bestätigte zwischenzeitlich, dass es in den Wochen zuvor mehrere Vorfälle in Uelzener Bordellen gegeben hatte. So wurde in einem Fall ein Sicherungskasten manipuliert, um die Prostituierten durch den Ausfall des Lichts in Angst zu versetzen. Die Verunsicherung unter den Liebesdamen sei mittlerweile groß, hatte eine gegenüber der AZ geschildert.

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