Feuerwehr Uelzen zählte 209 Einsätze im vergangenen Jahr – darunter zehn Großbrände

532 Brandschützer ziehen Bilanz

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Bei einem Brand im Mehrfamilienhaus am Hagenskamp vor knapp einem Jahr waren etwa 60 Feuerwehr- und Rettungskräfte im Einsatz. Die Polizei ging von Brandstiftung aus.

dib Uelzen. 209 Einsätze hat die Schwerpunktfeuerwehr Uelzen im vergangenen Jahr abgearbeitet. Das berichtete Ortsbrandmeister Reiner Seidel bei der Jahreshauptversammlung.

„Feuerwehr Uelzen: schnell, stark und kompetent“, zitierte er den Spruch, der die Homepage der Feuerwehr ziert und auch intensiv gelebt werde. Ein ganz normales Jahr, zieht Seidel Bilanz – bis zum 26. Juni. „Feuer auf dem Dach Silo 9 – Nordzucker, bestätigtes Feuer“, heißt es beim Melderalarm an dem Tag, und daraus wird ein Einsatz, über den nicht nur in allen Medien auf vielen Kanälen berichtet wird, sondern der es sogar in eine Ausgabe des Feuerwehr-Magazins schafft und auch den Schweizerischen Feuerwehrverband interessiert.

Der Einsatz dauert rund 30 Stunden und spielt sich in spektakulärer Höhe ab. Wie soll man dort löschen, wenn man nicht an das Feuer herankommt? Wegen der Silohöhe von etwa 82 Metern wird ein Teleskopmast der Airbus-Werke in Hamburg angefordert sowie der Löschhubschrauber der Bundespolizei, die endlich eine Löschwirkung erzielen. Dank einer Drohne der Feuerwehr Gartow können am folgenden Tag Bilder vom Inneren des Silos gemacht werden und gezielt Nachlöscharbeiten durchgeführt werden.

Insgesamt zählte die Schwerpunktfeuerwehr im vergangenen Jahr zehn Großbrände, 22 mittlere Brände, 54 Klein- und Entstehungsbrände und 67 technische Hilfeleistungen. Davon waren 56 Alarmierungen durch Brandmeldeanlagen, zwei davon in Privatwohnungen. Zusätzlich wurden 59 Brandwachen im Theater an der Ilmenau mit jeweils zwei Kameraden gestellt und beim Open-Air-Festival an zwei Tagen mit jeweils 21 Kameraden der Brandschutz sichergestellt.

Von Diane Baatani

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