Die drei unterlegenen Landratskandidaten im Kreis Uelzen erweisen sich als gute Verlierer

„Blume hat verdient gewonnen“

„Mehr ist in einem ländlichen Wahlkreis nicht zu holen“: Raimund Nowak (unabhängig).

Uelzen/Landkreis. „Der Abstand zu Herrn Blume ist recht groß, das muss man anerkennen“, sagt SPD-Landratskandidat Jürgen Krumböhmer. Er gab sich gestern Abend, ebenso wie Rainer Fabel (FDP) und der unabhängige Bewerber Raimund Nowak, als guter Verlierer.

„Ich hätte mich über ein paar Prozent obendrauf gefreut“: Jürgen Krumböhmer (SPD).

Für Krumböhmer war das Ergebnis nicht unbedingt eine große Überraschung, deshalb ist er auch nicht sehr enttäuscht. „Ich hätte mich aber über ein paar Prozent obendrauf gefreut“, sagte er. Zwei persönliche Ziele habe er sich bei der Kommunalwahl gesetzt: „Ich wollte vorne eine Drei haben und mindestens guter Zweiter werden.“ Beides hat Krumböhmer gestern Abend – mit 30,07 Prozent der Stimmen – erreicht. Allerdings gibt er auch zu, dass die Wahlchancen eines gemeinsamen Bewerbers von Rot-Grün größer gewesen wären. So aber hätten sich er und Nowak die Stimmen gegenseitig streitig gemacht. Für die niedersächsische Landtagswahl 2013 bedeutet das nach Ansicht von Krumböhmer: „SPD und Grüne müssen da ein Verfahren finden, wie man eine Situation, wie sie hier im Kreis Uelzen aufgetreten ist, künftig verhindern kann.“

„Mit meinem Ergebnis bin ich zufrieden“: Rainer Fabel (FDP).

Auch Grünen-Mitglied Nowak haderte nicht zu sehr mit seinem Ergebnis von 18,77 Prozent. „Die Grünen haben bei der Kreistagswahl ein Spitzenergebnis erreicht – und ich habe noch einen draufgelegt“, erklärte der unabhängige Kandidat. „Mehr ist in einem ländlichen Wahlkreis offenbar nicht zu holen.“ Die Parteienbindung habe bei der Landratswahl eine stärkere Rolle gespielt, als er gedacht hatte, sagte Nowak. Er hätte nur gewinnen können, wenn er viele Stimmen aus dem sozialdemokratischen Lager bekommen hätte, meinte er. „Aber wenn die SPD-Wähler treu ihren Kandidaten wählen, habe ich keine Chance. Herr Blume hat die Wahl mit mehr als 44 Prozent verdient gewonnen.“

Alles andere als frustriert war auch Rainer Fabel. „Das Ergebnis ist wie erwartet ausgefallen“, sagte der FDP-Politiker, der 6,73 Prozent der Stimmen erhielt. „Mit meinem persönlichen Ergebnis bin ich zufrieden, weil ich damit über dem Kreistagsergebnis der FDP liege. Ich bin nicht vergrämt.“

Von Bernd Schossadowski

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