Oldenstädter Räte sprechen sich für Starenkästen im Ort aus / Aufstellen mit Leasing-Vertrag

Blitzer für sichere Kreuzung

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Mehr Verkehrssicherheit an der B-191-Kreuzung in Oldenstadt soll mit Starenkästen gewährleistet werden. Die Blitzer sollen Geschwindigkeits- wie auch Rotlichtverstöße ahnden.

Uelzen-Oldenstadt. Wie lässt sich die B-191-Kreuzung in Oldenstadt sicherer gestalten? Die Frage hat den Oldenstädter Ortsrat in den vergangenen Jahren immer wieder beschäftigt, weil Schulkinder täglich die Bundesstraße queren müssen; ein Mädchen wurde von einem Wagen schon erfasst.

Entwürfe für einen Kreisel wurden vorgestellt, über eine Fahrbahnverengung diskutiert. Jetzt hat das Gremium bei seiner jüngsten Sitzung am Dienstagabend einen Beschluss gefasst, mit dem künftig mehr Sicherheit garantiert sein soll, ohne dass enorme Kosten entstehen. An der Frage des Geldes waren vorherige Ideen gescheitert.

Über ein Leasingverfahren sollen an der Kreuzung Blitzeranlagen ermöglicht werden, die nicht nur Geschwindkeitsverstöße, sondern auch Fahrten bei Rot ahnden. Der Ortsrat beauftragte die Verwaltung am Dienstagabend, mit einem Anbieter dazu in Verhandlungen zu treten und die Verträge aufzusetzen.

Uelzens Stadtbaurat Karsten Scheele-Krogull stellte in Aussicht, dass die Starenkästen womöglich noch in diesem Jahr aufgestellt werden, weil es sich bei dieser Maßnahme um eine „kostenneutrale Lösung“ für die Stadt handele. Denn: Der Anbieter übernehme die Kosten für die Geräte und erhalte pro Vergehen einen bestimmten Anteil des Bußgeldes. Weitergehende Maßnahmen in Oldenstadt wie eine angedachte Fahrbahnverengung ließen sich nicht so schnell realisieren. Mindestens 80 000 Euro müssten dafür in die Hand genommen werden, zudem habe die Landesstraßenbaubehörde als zuständige Trägerin der B 191 ihr Einverständnis zu geben, sagte Karsten Scheele-Krogull.

Für den Stadtbaurat war das Votum für die Starenkästen in Oldenstadt eine Grundsatzentscheidung, könne er sich doch vorstellen, dass nun auch in anderen Ortsteilen bei schwierigen Verkehrssituationen über ein Aufstellen von Blitzeranlagen mithilfe eines Leasing-Vertrags beraten werde. In diesem Zusammenhang verwies der Stadtbaurat auf einen Beschluss der Kreispolitik, die sich dafür ausgesprochen hatte, dass keine weiteren Blitzer im Kreisgebiet mehr aufgestellt werden sollten. Weil die Stadt Uelzen jedoch Verkehrsbehörde für ihr eigenes Gebiet sei, sei sie daran nicht gebunden und dürfe über einen Blitzerstandort entscheiden. Allerdings habe der Verwaltungsausschuss seine Zustimmung zu geben, diese stünde für Oldenstadt noch aus.

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