Am 29. Juni soll die Entscheidung zu Starenkästen fallen

Blitzer-Ampel noch 2015 in Oldenstadt?

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(Symbolfoto)

Uelzen-Oldenstadt. Derzeit gibt es an 14 Standorten im Landkreis Uelzen insgesamt 21 Blitzeranlagen. Demnächst könnte der Standort Oldenstadt hinzukommen, denn der nicht öffentlich tagende Verwaltungsausschuss legt voraussichtlich in seiner Sitzung am 29. Juni die Investitionen für dieses Jahr fest.

Auch um die sogenannten Starenkästen wird es dann gehen. Und am 9. Juli soll bereits der Ausschuss für Stadtplanung, Umwelt und Bauen über die konkrete Umsetzung der Maßnahme in Oldenstadt beraten, erläutert Stadtsprecherin Ute Krüger auf AZ-Nachfrage.

Ob Temposündern dort künftig die ungeliebten Portraits nach Hause geschickt werden, hängt noch davon ab, welche Prioritäten die politischen Gruppierungen einzelnen Maßnahmen im Etat für das laufende Jahr zuordnen. Zurzeit wird darüber beraten.

Fest steht aber: Sollte die Entscheidung für die seit Jahren geforderte Blitzeranlage in Oldenstadt fallen, wird sie zeitgleich mit einer neuen Ampelanlage installiert, die wiederum die Niedersächsische Landesstraßenbaubehörde an dieser Stelle vorsieht. Beides soll nämlich miteinander verbunden werden.

Wie berichtet, hatte sich der Ortsrat bereits vor mehr als einem Jahr für eine Blitzeranlage ausgesprochen, die nicht nur Raser ins Bild nimmt, sondern auch Rotlichtverstöße an der Ampel ahndet. Ob es allerdings in diesem Jahr etwas wird mit dem Konzept, ist noch unklar. „Die Landesbehörde konnte noch nicht bestätigen, dass die Maßnahme noch in diesem Jahr umgesetzt wird“, sagt Ute Krüger, „ein Termin steht noch nicht fest.“

Die möglichen Kosten für die neue Blitzeranlage sind derweil schon berechnet: Einmalig werden voraussichtlich 24 000 Euro für die Installation auf die Stadt Uelzen zukommen, die laufenden Kosten würden pro Jahr wohl 70 000 Euro betragen. „Die Einnahmen lassen sich schwer prognostizieren, werden die laufenden Kosten voraussichtlich aber kompensieren“, sagt Uelzens Stadtsprecherin. Früheren Berechnungen zufolge könnten bei wohl 5000 zu erwartenden Verstößen pro Jahr und einem durchschnittlichen Bußgeld von 40 Euro Einnahmen von 200 000 Euro erzielt werden. Die Hälfe davon müsste an den Landkreis als überwachende Behörde abgeführt werden, mit der anderen Hälfte könnte man dann die laufenden Kosten decken.

Wie berichtet, ist die Bundesstraße 191 im Zuge der Oldenstädter Ortsdurchfahrt vor allem für Grundschüler ein Sicherheitsrisiko, die dort täglich die Fahrbahn überqueren müssen.

Von Ines Bräutigam

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