Bleiben die Bewohner?

Flüchtlinge aus der Lessinghalle nach Registrierung zurück in Uelzen

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Wie lange bleibt die provisorische Versorgung in Pestalozzihalle und Sporthalle des Lessing-Gymnasiums nötig?

Uelzen. Was wird mit den Flüchtlingen, die in der Pestalozzi-Halle und in der Turnhalle des Lessing-Gymnasiums untergebracht worden sind?

Am Sonnabend berichtete die AZ, dass die Registrierung der Flüchtlinge in Celle und Bad Fallingbostel bevorstehe und dass danach die reguläre Verteilung auf niedersächsische Kommunen anstehe.

Davon ist gestern beim Landkreis keine Rede. Pressesprecher Martin Thein sagte gegenüber der AZ: „Die Lage ist unverändert. 56 Flüchtlinge aus der Sporthalle Lessing-Gymnasium sind in Celle registriert worden, danach aber mit ihrem gesamten Hab und Gut zurück in die Halle gekommen.“ Gestern wurden außerdem 48 weitere Flüchtlinge in der Halle untergebracht.

Fakt sei, so Theine, dass nach derzeitigem Stand weiterhin kein Sportunterricht in den beiden Hallen stattfinden könne. Die Amtshilfeersuchen liefen bis 17. November (Pestalozzi-Halle) beziehungsweise bis 23. November (Sporthalle Lessing-Gymnasium). Bezüglich einer längeren oder einer neuerlichen Nutzung für die Notunterbringung von Flüchtlingen sagte Theine : „Wir haben keine neuen Informationen.“Demzufolge müssten die Hallen in der nächsten beziehungsweise übernächsten Woche wieder zur Verfügung stehen. Das Innenministerium machte gestern keine Angaben zur Sache. Den Landtagsabgeordneten Jörg Hillmer (CDU) für den Kreis Uelzen beschäftigt unterdessen die Verteilung der Flüchtlinge durch das Land auf die Kreise. „Auffällig ist, dass Uelzen im Vergleich zu anderen Landkreisen besonders viele Flüchtlinge vom Westbalkan zugewiesen werden.

Ebenso ist unklar, warum Familien und Einzelreisende so unterschiedlich im Land verteilt werden“, erläutert CDU-Landtagsabgeordneter Jörg Hillmer nach einer Anfrage an die Landesregierung. Der Hintergrund: 53 Prozent von 600 Asylbewerbern, die der Landkreis Uelzen allein bis zum Sommer dieses Jahres aufgenommen hat, stammen vom Westbalkan. Alle aus sicheren Herkunftsländern ohne Bleibeperspektive. Nur acht Prozent der Flüchtlinge im gleichen Zeitraum waren aus Syrien. Hillmer wollte von der Landesregierung die Kriterien für die Verteilung der Asylbewerber erfahren. In der Antwort betont die Landesregierung ihr Recht auf eigene Ermessensentscheidungen.

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