Hundertwasser-Schau endet mit Minus / Schmäschke: Dauerausstellung nicht vom Tisch

Blasse Bilanz bei bunten Bildern

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Die Galeristen Leonhard Ulrich (l.) und Gabriele Krombholz (r.) hatten für die Schau mehr als 100 Hundertwasser-Werke zur Verfügung gestellt.

Uelzen. Bei der Hundertwasserausstellung im Uelzener Bahnhof, für die die Galeristen Leonhard Ulrich und Gabriele Krombholz mehr als 100 Zeichnungen, Skizzen und Collagen des Küstlers Friedensreich Hundertwasser zur Verfügung gestellt hatten, blieben die Besucherzahlen hinter den Erwartungen der Initiatoren der Schau zurück.

Dieses erste Fazit zog Arianne Schmäschke, Geschäftsführerin des Vereins „Bahnhof 2000“, im AZ-Gespräch. Die Ausstellung, die die Vereine „Bahnhof 2000“ und „Ökoregio“ gemeinsam organisiert hatten, war mit einer Verlängerung am vergangenen Wochenende nach dreieinhalb Monaten zur Ende gegangen. Die Exponate sind bereits wieder auf dem Weg zu ihren Besitzern geschickt worden.

Zwar stünde noch eine genaue Auswertung aus, aber schon jetzt sei klar, dass die Wünsche bezüglich des Zuspruchs der Ausstellung nicht in Erfüllung gegangen seien, sagte Schmäschke. Damit zeichne sich auch ab, dass die Schau sich finanziell nicht selbst getragen habe. „Was das in Zahlen bedeutet, kann ich aber noch nicht sagen“, so die Geschäftsführerin, die in diesem Zusammenhang daran erinnerte, dass der Verein „Bahnhof 2000“ nach der Satzung den Auftrag habe, die Kulturlandschaft zu unterstützen und nicht Geld zu verdienen. Kaum auf Interesse gestoßen sei die Ausstellung bei den Einheimischen, weiß Schmäschke zu berichten. Auch nicht erreicht habe man die Durchreisenden mit der Schau, dafür sei sie zu umfangreich gewesen. „95 Prozent aller Besucher kamen von außerhalb nach Uelzen mit dem klaren Ziel, sich die Ausstellung anzuschauen“, so die Geschäftsführerin. Und aus diesem Kreis hätten die Initiatoren großes Lob erhalten. „Zu hören war, dass die Uelzener Ausstellung besser als die Schauen in Bremen und Hameln war, die ebenfalls in diesem Jahr die Türen öffneten“, so Schmäschke.

Dass das enttäuschende Ergebnis der jetzigen Schau Einfluss auf die Diskussion um eine Hundertwasser-Dauerausstellung hat, glaubt Arianne Schmäschke nicht. Es habe sich ja gezeigt, dass die Werke Besucher von außerhalb in die Stadt locken, was bei einer Dauerausstellung ja das Ziel sein müsse.

Von Norman Reuter

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