Zig Landwirte von Flensburg bis Füssen unterwegs / Etappenziel Uelzen

„BIG-Challenge“: Bauern radeln für Krebshilfe

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Auch wenn man es von dieser Seite nicht lesen kann: Auf dem Herzogenplatz hatten die Radler ihr Etappenziel erreicht. Ziel der Tour: Geld für das „Infonetz Krebs“ zu sammeln.

Uelzen. Krebs ist eine tückische Krankheit und hat für die Betroffenen, die Familien, Freunde und Kollegen schwerwiegende Folgen.

Um dem Elend und dem Gefühl der Ohnmacht, das durch Krebs verursacht wird, ein Ende zu bereiten, hatte eine Gruppe von Landwirten 2013 den Verein BIG Challenge gegründet. Neben dem „BIG-Challenge-Tag“ in Kevelaer am Niederhein, ist es vor allem die „BIG-Challenge-Tour“, mit der Landwirte bundesweit und jetzt auch in Uelzen auf die Problematik Krebs aufmerksam machen wollen.

Die Tour schickt Fahrradfahrer, ähnlich wie auch Krebspatienten, auf eine lange Reise und hier wie dort lautet das gemeinsame Motto: „Aufgeben kommt nicht in Frage!“ Rund 1.300 Kilometer gilt es, auf einer Strecke von Flensburg bis zum Ziel in Füssen zu bewältigen. Dabei darf sich jeder Teilnehmer für die Gesamtstrecke oder auch nur für einzelne Etappen der Tour entscheiden. Zum Etappenziel wurde am Himmelfahrtstag auch die Hansestadt Uelzen.

Vor Ort wurde die Ankunft auf dem Herzogenplatz vom Verein zur Förderung bäuerlicher Veredelungswirtschaft (VZF) und vom Bauernverband Ostniedersachsen organisiert, die sich laut Aussage von VZF-Geschaftsführer Heiko Plate auch sofort bereit zeigten, den guten Zweck zu unterstützen.

Im Informationszelt auf dem hiesigen Herzogenplatz wartete Petra Biedemann auf die Radfahrer, die nach einem letzten Sammelpunkt in Melzingen am späten Donnerstagnachmittag gemeinsam auf dem Herzogenplatz eintrafen. Ihr Mann Georg war neben Wilfried Östrich und Roland van Ast einer von drei Landwirten aus ganz Deutschland, die sich vorgenommen hatten, die gesamte Strecke zu bewältigen. „Insgesamt 43 Teilnehmer fahren über mehrere Etappen, aber regional kommen auch immer wieder neue Leute dazu“, so Biedemann.

Dieses Jahr dient der Hauptteil der gesammelten Spenden dem Aufbau des „Infonetz Krebs“, das ist eine kostenlose Hotline, bei der Betroffene, aber auch alle anderen, anrufen können, um sich unverbindlich beraten zu lassen.

Von Oliver Huchthausen

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