Ortstermine im Quartier

Bewohner des Luisenviertels in Uelzen zeigen Missstände auf

+
Der schmale und auslaufende Bürgersteig zum Uhlenköperpark ist gerade für ältere Menschen ein Ärgernis.

js Uelzen. Schäden auf Straßen und Gehwegen, fehlende Bordstein-Absenkungen oder eine schummerige Straßenbeleuchtung: Bei einem Treffen von Bewohnern des Luisenviertels mit Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt und Stadtbaurat Karsten Scheele-Krogull listeten die Bürger bereits eine ganze Latte an Missständen auf.

Ralf Ritter

Jetzt organisiert das Projekt „Luisenviertel“ in Kooperation von Caritas und dem Paritätischen zwei Begehungen durch das Viertel. Mittwoch, 25. Mai, startet der Rundgang um 10. 30 Uhr beim Paritätischen Wohlfahrtsverband an der Veerßer Straße 92. Mittwoch, 15. Juni, beginnt der zweite Ortstermin um 17. 30 Uhr an der Caritas (Dieterichsstraße 40 a). „Wir möchten mit den Bewohnern die Örtlichkeiten in Augenschein nehmen und Vorschläge für Verbesserungen sammeln“, sagt Ralf Ritter, Geschäftsführer der Caritas Uelzen/Lüchow-Dannenberg. Markwardt habe zwei bis drei Sitzbänke für das Quartier zugesagt. Bei den Begehungen soll geschaut werden, wo die platziert werden können. Auch fehle im gesamten Luisenviertel nach Aussage Ritters ein Briefkasten. Der nächste wäre an der Veerßer Straße oder am Bohldamm. In diesem Fall will die Stadt die Deutsche Post kontaktieren. „Gerade für ältere Menschen ist das Fehlen eines Briefkastens ärgerlich“, so Ritter.

Das Uelzener Luisenviertel hat zirka 2200 Einwohner. Diese setzen sich zusammen aus der Gruppe der bis 20-jährigen (29,3 Prozent), der ab 20- bis 64-Jährigen (37,5 Prozent) und über 65-Jährigen (33,1 Prozent). Die Zahlen stammen aus 2010.

Ein Riesenproblem stelle für Menschen, die Gehhilfen wie einen Rollator benutzen, der Aufgang zum Uhlenköperpark von der Dieterichsstraße her dar, so Ritter. „Das werden wir aber kaum lösen können, da es sich um Bahngelände handelt“, sagt der Caritas-Geschäftsführer. In einem schlechten Zustand sei auch der Gehweg an der Bahnhofstraße. Im Bereich Bohldamm/Südstraße würde gerast. Die Stadt hat Geschwindigkeitsmessungen angekündigt. Ebenfalls ein Ärgernis: die zugeparkte Luisenstraße. Es werde über ein temporäres Halteverbot nachgedacht. „Selbst der Kehrwagen kommt kaum durch“, weiß Ritter.

Kommentare