Betriebliche Dienste erwarten Minus für 2014 / Ausgleich durch neue Aufträge

Pflege weiterer Grünflächen

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Die Betrieblichen Dienste sorgen unter anderem für die Pflege von Grünflächen in der Stadt Uelzen – wie bei einer großen Pflanzaktion am Schnellenmarkt. Künftig will der Betrieb noch mehr Aufträge auch für Flächen des Landkreises übernehmen.

Uelzen. Die Betrieblichen Dienste haben mit 201 734,93 Euro ein positives Ergebnis für das vergangene Jahr vorgelegt. Für 2014 hingegen sieht der Entwurf der Betrieblichen Dienste eine Unterdeckung von rund 200 000 Euro vor.

Daher beabsichtigt der Eigenbetrieb der Stadt Uelzen, noch zusätzliche Einnahmequellen zu erschließen, zum Beispiel durch die Übernahme der Pflege von weiteren Grünflächen, die im Besitz des Landkreises Uelzen sind.

Bei der Sitzung des zuständigen Betriebsausschusses am Mittwochnachmittag wurden der Jahresabschluss 2012, das Ergebnis für das erste Halbjahr 2013 sowie der Haushaltsplanentwurf für 2014 vorgestellt. Mit Blick auf die negativen Jahresergebnisse der Vorjahre sei 2012 somit ein „super Jahr“ gewesen, berichtet Ausschussvorsitzender Karsten Jäkel. Der neue Betriebsleiter habe „das Ruder herumgerissen“. Es seien weniger Investitionen getätigt und das Personal effizienter eingesetzt worden. Damit gelte der Belegschaft ein großer Dank, dass sie diese Leistungen erbringe, betonte Jäkel auf AZ-Nachfrage.

Auch das erste Halbjahr 2013 verlaufe mit einem Halbjahresüberschuss von 134 130 Euro derzeit nach Plan. Laut Ratsvorlage ist jedoch für die zweite Jahreshälfte ein Umsatzrückgang und insgesamt ein Defizit zu erwarten. Seit 2013 werden städtische Anlagen in Oldenstadt, die zur Pflege an private Firmen abgegeben worden waren, wieder von den Betrieblichen Diensten übernommen. Die Arbeit an den Kreisverkehren in der Stadt Uelzen hingegen waren als Patenschaften vergeben worden, die Pflege der Wiesen am Ratsteich seit April von einem privaten Unternehmen übernommen worden.

Im nächsten Jahr werden die Betrieblichen Dienste die von der Stadt beschlossenen Sparmaßnahmen vor dem Hintergrund des mit dem Land abgeschlossenen Zukunftsvertrages stark spüren. Es sind Kürzungen bei der Unterhaltung der Parkanlagen und der Grünflächen an Straßen vorgesehen. Den Rückgängen im Haushalt der Dienste begegne die Betriebsleitung „durch organisatorische und technische Optimierungen“, so der Prüfungsbericht der zuständigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, zudem soll die Zusammenarbeit mit der Stadtforst verstärkt werden. Künftig werden Grünstreifen entlang der Wirtschaftswege nicht mehr manuell, sondern auch mit Maschinen bearbeitet. „Damit kann man wesentlich mehr schaffen als vorher“, sagt Jäkel. Auch unter dem Aspekt wäre es möglich, zur Umsatzsteigerung noch zusätzliche Aufträge auszuführen.

Von Diane Baatani

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