Fachausschuss berät heute über drei mögliche Varianten / Auch Standort in der Stadtforst denkbar

Bestattungswald neben dem Schlosspark?

bs Uelzen. Soll in Uelzen ein Friedhof für Waldbestattungen eingerichtet werden – und wenn ja, in welcher Form? Darüber beraten die Mitglieder des Betriebsausschusses Stadtforst am heutigen Mittwoch.

Die öffentliche Sitzung beginnt um 16 Uhr im Besprechungsraum des Forstbetriebshofs am Buchenberg 29, mitten im Stadtwald.

Dabei stehen drei Varianten für einen Bestattungswald zur Diskussion. Zum einen könnte dieser auf einer Fläche in Holdenstedt geschaffen werden, die sich in Privatbesitz befindet. Der Standort liegt im Landschaftsschutzgebiet „Hardautal“ und grenzt an das Parkgelände des Schlosses Holdenstedt an. Der Bestattungswald würde zunächst mit einer Größe von 3,8 Hektar eröffnet werden – bei einer Laufzeit von 99 Jahren. Trägerin wäre die Stadt Uelzen, betrieben würde der Friedhof von der Landwirtschaftskammer und der Organisation „Ruheforst“.

Bei der zweiten Variante wäre die Stadt Uelzen sowohl Eigentümerin der Fläche als auch Trägerin des Bestattungswaldes. Betrieben würde dieser von der Landwirtschaftskammer und „Ruheforst“. Als Standort ist der Uelzener Stadtwald im Gespräch.

Eine der beiden möglichen Flächen liegt neben einer frühgeschichtlichen Grabstelle, eine andere an einem Natur- und Andachtsplatz. Die Vertrags-Laufzeit soll auch dort 99 Jahre betragen.

Einen Bestattungswald komplett in Eigenverantwortung der Stadt Uelzen sieht die dritte Variante vor. Der Standort wäre identisch mit dem von Variante zwei, die Landwirtschaftskammer und „Ruheforst“ wären dabei aber keine Partner. Als Laufzeit sind 40 Jahre im Gespräch, um bei sinkender Nachfrage flexibler reagieren zu können.

Der Forstausschuss kann heute eine Empfehlung für eine Variante aussprechen. Die Entscheidung trifft letztlich der Rat der Stadt.

Von Bernd Schossadowski

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