268 Männer und Frauen im Alter unter 25 Jahren ohne einen Job

Bessere Hilfe für Arbeitslose

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Die Arbeitsagentur, Berufsbildende Schulen, das Jobcenter und der Landkreis wollen mit einem Schulterschluss künftig junge Menschen besser beim Start ins Berufsleben betreuen.

Uelzen/Landkreis. Der Weg für junge Menschen in den Beruf kann holprig sein. Es gibt Fälle, in denen er sogar zur Sackgasse wird.

Bernd Passier

Zurzeit sind in dem Gebiet Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Uelzen 268 Männer und Frauen im Alter unter 25 Jahren ohne einen Job – in Zeiten, in denen Firmen händeringend nach Mitarbeitern suchen. Die Arbeitsagentur, Berufsbildende Schulen, das Jobcenter und der Landkreis wollen mit einem Schulterschluss künftig junge Menschen besser beim Start ins Berufsleben betreuen und Arbeitslosigkeit, wenn möglich, verhindern. Ab August wird es eine Jugendberufsagentur im Landkreis Uelzen geben.

Mit der Jugendberufsagentur gibt es für Jugendliche künftig nur noch eine Anlaufstelle bei der Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz. Bislang half die Berufsberatung der Arbeitsagentur bei der Berufsorientierung, Arbeitsagentur und Jobcenter vermittelten Arbeitsplätze, der Landkreis war mit der Jugendsozialarbeit befasst.

Die Gründe für die Arbeitslosigkeit von Jugendlichen sind häufig komplex. Sieben von zehn arbeitslosen Jugendlichen besitzen keinen Berufsabschluss oder haben nicht die schulische Qualifikation für einen Job. Ursache dafür kann, wie Jeannette Unterberger, Sprecherin der Arbeitsagentur, erklärt, ein fehlender familiärer Rückhalt sein. In einem solchen Fall reicht die Berufsberatung nicht aus. Die Hilfe von mehreren Institutionen musste bisher in Anspruch genommen werden. Und allzu oft gingen, wie es Arbeitsagentur ausdrückt, die Betroffenen im Beratungsprozess bei mehreren Institutionen „verloren“. Mit der Jugendberufsagentur sollen Betroffene an einer Stelle umfänglich betreut und fit für den Beruf gemacht werden, ohne dass es zu „Irrwegen“ kommt, wie Bernd Passier, Vorsitzender Geschäftsführer der Agentur Lüneburg-Uelzen, erklärt.

Die Berufsbildenden Schulen I und II in Uelzen wurden als Schnittstelle zwischen allgemeinbildende Schulen und Ausbildung mit an Bord geholt. Stefan Nowatschin, Schulleiter der BBS I: „Wir werden regelmäßige Sprechstunden und individuelle Schullaufbahnberatungen anbieten.“

Von Norman Reuter

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