DRK will in fünf Einrichtungen einstellen / Auch Kirche begrüßt Programm

Bessere Betreuung in Kitas

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Das Land gibt Geld für mehr Personal in den Kitas.

Uelzen/Landkreis. 60 Millionen Euro stellt das Land Niedersachsen für zusätzliches Kita-Personal und Qualifizierungsmaßnahmen in den kommenden beiden Jahren zur Verfügung. Damit soll insbesondere bei Sprachförderung von Migrantenkindern angesetzt werden.

1000 bis 1500 neue Stellen könnten damit finanziert werden.

„Man muss anerkennen, dass das Land verstanden hat, dass es in diesem Bereich etwas tun muss“, sagt Peter Vogt, Leiter des Geschäftsbereichs Kinder, Jugend, Familie und Soziales beim Uelzener Kreisverband des Roten Kreuzes (DRK). Das Uelzener DRK werde sich an dem Programm beteiligen, kündigte Vogt an. Jeweils eine zusätzliche Stelle könnte dann in den DRK-Kindergärten Niendorfer Straße, Greyerstraße, Tivolistraße, Zimmermannstraße und in Westerweyhe geschaffen werden. Das seien die Schwerpunkt-Kitas, in denen auch Flüchtlingskinder betreut werden. Vogt: „Die Schaffung der Stellen ist der Einstieg in die dritte Kraft im Bereich der Drei- bis Sechsjährigen.“ In den Krippen (0 bis 3 Jahren) gibt es bereits die dritte Kraft.

Die Regelung sieht auch die Rekrutierung von Quereinsteigern vor. Beispielsweise von Tagesmüttern, die bereits eine Ausbildung von mindestens 400 Stunden absolviert haben und wenigstens ein Jahr im Job sind. „Da müssen eigentlich die Berufsschulen mit ins Boot“, sagt Vogt. Die Frage sei noch ungeklärt und müsse noch mit dem Landkreis und den Berufsschulen abgestimmt werden. Nur: „Wenn die Quereinsteiger morgens qualifiziert werden, fehlen sie in den Kitas“, merkt Vogt an.

Dorothee Drewes, betriebswirtschaftliche Leiterin des Kita-Verbandes des evangelischen Kirchenkreises Uelzen, begrüßt das neue Programm sehr: „Ich wüsste nicht, wie ohne den Einsatz von Quereinsteigern der Personalbedarf in den Kitas abgedeckt werden könnte.“ Jetzt müsse man sehen, welche Rahmenbedingungen an die Stellen geknüpft seien, dann entscheide man im Verband über Einstellungen. „Grundsätzlich kommen alle acht Kitas der Kirche in Frage“, so Drewes.

Von Jens Schopp

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