Ganztägiger Arbeitskampf mit Protestzug in Celle

Beschäftigte der SVO streiken

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Die streikenden SVO-Mitarbeiter zogen gestern als Protestzug durch die Innenstadt von Celle.

nre Uelzen/Celle. Beschäftigte des regionalen Energieversorgers SVO haben gestern Morgen für einen ganztägigen Warnstreik ihre Arbeit niedergelegt – darunter auch Mitarbeiter der Uelzener Niederlassung auf dem Rahlande.

Mit dem Arbeitskampf wollten Arbeitnehmer und die Gewerkschaft Verdi ihrer Forderung nach einem höheren Lohn in laufenden Tarifverhandlungen Nachdruck verleihen. Die Beschäftigten fordern eine Anhebung des monatlichen Entgeltes von 5,5 Prozent, nach Angaben von Lars Benthaus, Mitglied der Tarifkommission, habe die SVO bisher lediglich 1,5 Prozent mehr Lohn geboten. Das Unternehmen will sich auf AZ-Anfrage nicht zu den laufenden Verhandlungen äußern.

Die Beschäftigten traten gestern unmittelbar vor weiteren Verhandlungen am heutigen Donnerstag in den Arbeitskampf. Etwa 40 der 76 in Uelzen arbeitenden SVO-Angestellten fuhren nach Celle, um dort mit Kollegen zunächst vor der Hauptniederlassung zu protestieren. Im Anschluss zogen die Mitarbeiter und Verdi-Vertreter durch die Stadt. „Die Arbeitgeber hätten es in der Hand gehabt, die gute Arbeit der Beschäftigten zu honorieren und ein entsprechendes Verhandlungsangebot zu unterbreiten. Leider haben sie diese Chance vertan!“, äußert sich Melina Wulf, Verhandlungsführerin von Verdi, zu dem Arbeitskampf. Dieser habe, so die Einschätzung von Lars Benthaus, das Unternehmen getroffen. Vor dem Warnstreik habe es noch den Versuch der Einflussnahme auf Arbeitnehmer gegeben. Er als Mitglied der Tarifkommission intervenierte mit dem Betriebsrat. „Wir drohten mit dem Abbruch der Tarifverhandlungen“, so Benthaus. Wegen des Warnstreiks hätten Arbeitsaufträge am gestrigen Tag nicht abgearbeitet werden können und das Unternehmen sei nur beschränkt erreichbar gewesen. Die Energieversorgung und der Betrieb seien gestern gewährleistet gewesen, erklärt die SVO gegenüber der AZ.

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