Strothe: Beregnungsanlage versetzt Tier in Panik / Jahrelanger Rechtsstreit

Wegen einer Beregnungsanlage: Pferd springt in den Tod

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Eine Beregnungsanlage hat ein Pferd in Strothe derart in Panik versetzt, dass es auf der Flucht tödlich verunglückte.

js/ib Strothe. Eine Beregnungsanlage versetzt am 23. Juni 2012 ein Pferd auf einer Wiese in Strothe bei Himbergen derart in Panik, dass das Tier über einen Zaun springt und sich dabei so schwer verletzt, dass es eingeschläfert werden muss.

Seine Besitzerin, Andrea Kühl-Iqbal, verklagt den Landwirt, der die Beregnung einschaltete und damit auch einen Teil der Pferdeweide bewässerte, auf Zahlung. Fast vier Jahre später, am 14. März dieses Jahres, werden ihr 40 000 Euro, die das Turnierpferd wert war, zugesprochen.

Bis dahin war es ein aufreibender Weg, der nicht nur dazu geführt hat, dass das Verhältnis der beiden Nachbarn zerrüttet ist. Andrea Kühl-Iqbal verliert vor dem Landgericht Lüneburg, unterliegt auch in zweiter Instanz beim Oberlandesgericht (OLG) in Celle. Sie wechselt den Anwalt und klagt vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Dort stellen die Richter fest, dass in den Instanzen zuvor versäumt worden war, ein „hippologisches Sachverständigengutachten zur Ursächlichkeit des Wasserstrahls“ einzuholen und verweisen den Fall zurück ans OLG. Das holt das Gutachten eines Pferde-Experten, Dr. Axel Brockmann, Landstallmeister des Landgestüts Celle, ein.

Brockmann kommt zu dem Schluss: „Es sei mit großer Wahrscheinlichkeit auszuschließen, dass es zu einem derart starken Fluchtverhalten gekommen wäre, wenn der Wasserstrahl nur das eigene Grundstück des beklagten beregnet hätte“.

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