Zentrale Jugendberufsberatung verzeichnet bereits 200 Kunden im ersten Monat

Beratung und Hilfe aus einer Hand

Uelzen. Beratung und Hilfe aus einer Hand für Jugendliche – dies ist das Ziel der neuen Jugendberufsberatungsagentur im ersten Stock der Arbeitsagentur an der Lüneburger Straße in Uelzen.

Wie das spezielle Serviceangebot für Jugendliche zwischen 14 und 25 Jahren angelaufen ist, stellte Inge Schlote, Bereichsleiterin Berufsberatung bei der Agentur in Lüneburg, am Mittwoch im Kreis-Jugendhilfeausschuss vor.

Eine Idee der Jugendberufsberatung ist, dass die Jugendlichen nicht mehr über die Flure geschickt werden müssen. Ein Team von 15 Mitarbeitern kümmert sich um die Besucher, dreht es sich um eine Berufsberatung oder um Hilfe für Lehrmittel, wenn Schüler in einem Hartz-IV-Haushalt leben. „Oft wussten die Jugendlichen nicht, ob sie zum Jobcenter müssen oder zur Agentur zur Arbeit“, so Inge Schlote.

Ein weiteres Ziel der zentralen Jugendberufsberatung ist die dichtere Vernetzung mit den Akteuren im Landkreis, die in Sachen Ausbildung unterwegs sind. Dazu hat man sich Partner ins Boot geholt. Die Agentur für Arbeit, das Jobcenter, den Landkreis, die beiden Berufsbildenden Schulen und das „Pro-aktiv“-Center der Jugendhilfe, dessen Anlaufstelle am Lessing-Gymnasium aber erhalten bleibt. Mit „Pro-aktiv“ werden beispielsweise Maßnahmen für Jugendliche ohne Schulabschluss oder Berufsausbildung abgestimmt. Davon gibt es mehr als 1400 im Bezirk der Arbeitsagentur, alleine rund 200 im Landkreis Uelzen.

„Pro Woche hatten wir bisher rund 50 Kunden, denen wir weitergeholfen haben“, so Inge Schlote. Die Resonanz der Klientel sei durchweg positiv, berichtet Schlote. Die Jugendlichen, die im ersten Stock der Agentur direkt in Empfang genommen werden, lobten die ziemlich kurzen Wartezeiten, den Lounge-Charakter des Wartebereiches und die direkte Weiterleitung an den zuständigen Bearbeiter.

Von Jens Schopp

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare