Freiwilliger im Betriebszentrum des Landkreises hat sich bewährt / Platz von Tibor Skretzka bald frei

Begeistert von Technik und Lehre

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Tibor Skretzka beim Warten eines Atemschutzgerätes der Feuerwehr. Das Freiwillige Soziale Jahr im Technischen Betriebszentrum des Landkreises hat ihn mit seiner Mischung aus technischem und pädagogischem Arbeiten voll überzeugt.

Uelzen. „Feuerwehr ist wichtig“ – mit dieser Grundüberzeugung ist Tibor Skretzka aufgewachsen. Unter anderem seine Mutter, Tanten und Schwestern waren ehrenamtlich bei der Feuerwehr, und für ihn war deswegen früh der eigene Weg zur Feuerwehr vorgezeichnet.

Über die Jugendfeuerwehr und die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Wichmannsburg nahm Tibor vor knapp einem Jahr einen weiteren Schritt in Sachen Feuerwehr-Karriere: Als Mitarbeiter im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) beim Technischen Betriebszentrum des Landkreises Uelzen (TBZ) wartet er Schläuche und Atemschutzgeräte der Feuerwehren und er bildet in Schul-AGs sowie in weiteren Schulungsprojekten Kinder und Jugendliche aus und führt sie an die Feuerwehr heran.

Technik und Brandschutzerziehung, das sind somit die zwei Bereiche, mit denen Tibor Skretzka in seinem FSJ im Technischen Betriebszentrum bei der Feuerwehr des Landkreises vorwiegend zu tun hat. Dabei handelt es sich um ein Pilotprojekt des Landkreises, das durch das Land Niedersachsen gefördert wird.

Hintergrund ist zum einen die Entlastung des Ehrenamtes, zum anderen soll gerade das junge Alter eines FSJ-lers dabei helfen, „als Bindeglied zu den jungen Leuten“ auch wieder mehr Jugendliche für eine Engagement in der Feuerwehr zu begeistern, berichtet Edelgard Cohrs, Leiterin des Kreis-Ordnungsamtes.

Tibor berichtet hierzu von Erfahrungen, beispielsweise im Kindergarten Rosche: „Es macht Spaß, dort als Feuerwehrmann wahrgenommen zu werden und mit Fragen bombardiert zu werden.“ Auf was für Einsätzen er schon gewesen sei, mit welchen Fahrzeugen er schon gefahren sei und was passiert sei, wollten die Kinder dort wissen. „Feuerwehr“, das ist Skretzkas Beobachtung, „hat bei den Kindern noch einen hohen Stellenwert“. Und das Wissen der Kinder findet er dabei gelegentlich schon mal „erschreckend“ hoch.

Und der 18-Jährige lernt bei diesen Veranstaltungen aber auch selbst dazu. Sich und die Feuerwehr vor Gruppen zu präsentieren, fällt ihm mittlerweile leicht, das sei zu Beginn des FSJ noch nicht so gewesen. Und auch im technischen Bereich lerne er trotz langer Feuerwehrtätigkeit dazu. Denn während er als Mitglied der Feuerwehr Wichmannsburg die Geräte einfach genutzt habe und sie nach ihrer Wartung im TBZ wieder bereitgestellt wurden, habe er jetzt deutlich mehr Hintergrundwissen. „Manchmal“, berichtet Skretzka von der Zusammenarbeit mit den Kollegen, „stelle ich jetzt ein Ventil um, wenn ich sehe, dass es falsch steht.“

Skretzka ist sich wegen eines Ohrenleidens zwar nicht sicher, ob ihm eine berufliche Karriere bei der Feuerwehr letztlich vergönnt sein wird, aber er schreibt derzeit fleißig Bewerbungen – insbesondere an Werksfeuerwehren im Bundesgebiet. Alternativ, berichtet er, komme für ihn auch ein Biologie-Studium oder eine Ausbildung zum Tierpfleger infrage.

Und für alle, die sich für diese Stelle interessieren, hat Edelgard Cohrs eine gute Nachricht: „Wir bieten wieder eine Stelle an.“ Für Tibor Skretzka ist klar, dass das ein attraktives Angebot ist, denn: „Ich komme jeden Tag gutgelaunt zur Arbeit.“

Von Steffen Kahl

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