Grundstücke kosten erstmals über 100 Euro – in Lüneburg doppelte Preise

Begehrte Bauplätze

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Wo früher Tennis gespielt wurde, sind jetzt Bauplätze ausgewiesen: 90 Euro kostet der Quadratmeter am Ostring.

Uelzen. Der Preis für Bauplätze im Gebiet der Stadt Uelzen hat erstmals die 100-Euro-Marke überstiegen: Am Dachsgang (Königsberg) kosten die Grundstücke 110 Euro pro Quadratmeter.

Dem Interesse tut das aber keinen Abbruch, die meisten Grundstücke sind vergeben – und Grund dafür sind nicht nur die niedrigen Zinsen: Im Vergleich zur Nachbar-Kreisstadt Lüneburg sind Baugrundstücke in Uelzen immer noch erschwinglich. So kosten in der Salzstadt im Neubaugebiet Hanseviertel die Grundstücke bis zu 240 Euro pro Quadratmeter und somit mehr als doppelt so viel wie in Uelzen.

Dagegen will die Stadt Uelzen für Bauplätze auf dem ehemaligen Tennisplatz an der Bernhard-Nigebur-Straße (Ostring) 90 Euro haben. Damit trägt man in der Uhlenköperstadt der aktuellen Entwicklung Rechnung. So waren im Westerweyher Baugebiet Rießelkamp II Baugrundstücke für 47 Euro pro Quadratmeter zu haben. Noch günstiger ist es, in Riestedt Grundstücke zu erwerben: Rund 30 Euro sind hier fällig.

In Kirchweyhe-West (rechts am Ortsausgang Richtung Westerweyhe) hat die Stadt jetzt die Flächen neu zugeschnitten. Der neue Bebauungsplan weist 23 Grundstücke aus, der Preis dafür liegt bei 65 Euro je Quadratmeter. „Wir haben die dortige Fläche halbiert und die zweite Hälfte stattdessen als Gewerbefläche nördlich der Justizvollzugsanstalt ausgewiesen“, schildert Scheele-Krogull. Auf rund fünf Hektar können sich dort Gewerbebetriebe niederlassen.

Firmen zahlen deutlich weniger für die Grundstücke, „weil diese Ansiedlungen früher hoch subventioniert wurden“, schildert Scheele-Krogull. So gab es bereits Flächen für 23 Euro pro Quadratmeter. Aktuell sind im Bereich Fischerhof 30 bis 50 Euro fällig, das neue Gelände an der Ludwig-Erhard-Straße gegenüber der dortigen Aral-Tankstelle ist begehrt und entsprechend teurer: 65 Euro sind hier je Quadratmeter fällig.

Von Thomas Mitzlaff

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