SPD für Befragung zur Kreisfusion

Jacques Voigtländer

Uelzen/Landkreis - Von Bernd Schossadowski. Die SPD-Kreistagsfraktion will die öffentliche Meinung über eine mögliche Kreisfusion ausloten. Dazu kündigt Fraktionschef Jacques Voigtländer an, die Bevölkerung befragen zu wollen, was sie von einem Zusammenschluss mit Lüchow-Dannenberg oder einem Dreier-Gebilde auch mit dem Kreis Lüneburg hält. "Das könnte eine richtige Wahlbefragung werden, vielleicht im Zuge der Bundestagswahl", kann sich Voigtländer eine parallele Umfrage vorstellen.

Verwaltung und Politik dürften das Thema Fusion nicht losgelöst von der Meinung der Kreisbevölkerung sehen, fordert er.Zusätzlich zu dem von Voigtländer befürworteten Gutachten zu den Chancen einer Kreisfusion muss seiner Ansicht nach auch ein Gesetz erlassen werden, das die Details und die finanzielle Ausgestaltung einer Kreisfusion regelt.Claus-Dieter Reese, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, hält eine Befragung dagegen für wenig sinnvoll, solange die Bürger nicht umfassend über das Thema Kreisfusion informiert sind. "Wir brauchen zuerst ein Gutachten, in dem die Fakten festgestellt werden. Erst danach können wir die Bürger gezielt befragen. Sie müssen vernünftig aufgeklärt sein", betont Reese.Als Partner für eine Kreisfusion sieht er nur Lüchow-Dannenberg, ein Bündnis mit Lüneburg lehnt er hingegen ab. Die Bürgermeinung zu diesem Dreier-Gebilde jetzt einzuholen, sei "unnötiges Sperrfeuer".

Erschienen: 03.07.2009: AZ / TZ / Seite:1

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