Erixx kritisiert Service der Deutschen Bahn: Uelzens Fahrgäste könnten rechtzeitig informiert werden

Baustellen bremsen den Heidesprinter aus

Der neue Heidesprinter Erixx kämpft mit Verzögerungen: Grund dafür sind die vielen Baustellen auf der Strecke der Heidekreuzbahn.

aja/dib Uelzen. Der Heidesprinter Erixx kämpft noch immer mit erheblichen Verzögerungen und Zugausfällen – vier Tage nach seiner Betriebsaufnahme auf den Strecken Uelzen–Bremen sowie Buchholz-Hannover.

Stellwerkprobleme, Baustellen und falsch berechnete Rangierzeiten sind nach Angaben von Erixx die Ursachen für die Unregelmäßigkeiten.

„Es hat am ersten Tag Anlaufschwierigkeiten bei der Bereitstellung der Züge gegeben“, gesteht Betriebsleiter Johann Ubben ein. Er stützt sich auf seine 20-jährige Erfahrung als Lokführer und erkennt einzelne Störungen, die beim Start einer neuen Strecke mit 27 fabrikneuen Zügen und 30 frisch geschulten Triebwagenführern nie ganz ausgeschlossen werden können. Ubben bedauert, am ersten Tag die „HVZ verrissen“ zu haben: In den Hauptverkehrszeiten ist eine hohe Anzahl von Fahrgästen betroffen. Warum die Zugverspätungen von den DB-Kollegen am Bahnsteig nicht durchgegeben werden, sei Ubben unverständlich. „Die Verspätungen liegen der DB Station und Service vor, die wartenden Fahrgäste könnten informiert werden“, teilt die Pressestelle von Erixx mit.

Ein großes Problem für Fahrplanverzögerungen seien die „baustellenbedingten Langsamfahrstrecken“ und die Verzögerungen könnten bis in den Abend nicht aufgeholt werden. Als Erixx den Fahrplan im März festgelegt habe, sei zugesagt worden, dass die Baustellen bis zum 1. Dezember fertig wären. Jetzt müsse der Erixx auf einem Teil der Strecke die geplante Geschwindigkeit von 120 Kilometer pro Stunde bis auf 60 Stundenkilometer, an einer Stelle sogar bis auf 10 Stundenkilometer, drosseln. „Der Fahrplan war komplett für eine Geschwindigkeit von 120 Stundenkilometer ausgelegt“, sagt Ubben. An acht Bahnübergängen auf den Strecken des Erixx werde gebaut, erklärt Bahnsprecherin Sabine Brunkhorst. Die Arbeiten sollen noch bis ins neue Jahr dauern.

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