Bauausschuss der Stadt Uelzen schiebt Maßnahmen für 488 400 Euro auf

Streichkonzert in den Ortsteilen

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Aufgeschoben: Einen Fahrbahnteiler in Groß Liedern wird es im kommenden Jahr noch nicht geben.

Uelzen. So ganz einig waren sie sich zwar nicht, die Mehrheit der Mitglieder im Ausschuss für Stadtplanung, Umweltschutz und Bauen der Stadt Uelzen setzte sich dann aber doch durch:

Im Rahmen der Haushaltsberatungen am Donnerstagabend folgten sie dem Vorschlag der Verwaltung, 488 400 Euro an verschiedenen Positionen einzusparen. Betroffen von dem Ansetzen des Rotstiftes ist unter anderem der Ortsteil Groß Liedern, dessen Bewohner sich noch ein weiteres Jahr bis zum Bau eines Fahrbahnteilers in der Ortsdurchfahrt gedulden müssen. Die hierfür angesetzten 40 000 Euro sollen im nächsten Jahr nämlich nicht ausgegeben werden.

Sehr zum Leidwesen von Ortsbürgermeister Wilfried Teichmann (SPD). Die Summe für die Überquerungshilfe sei lediglich „gegriffen“, betonte er. Und so sagte Stadtbaurat Karsten Scheele-Krogull zumindest zu, dass man 2014 aus laufenden Mitteln planen und 2015 dann weitersehen werde.

Auch dem Ankauf von Baugrundstücken in den Ortsteilen erteilte die Mehrheit des Ausschusses eine Absage – 210 000 Euro sollen damit eingespart werden, lautet die Empfehlung an den Stadtrat. Ebenfalls nicht ausgegeben werden sollen 96 800 Euro für eine Baustraße im Baugebiet Holdenstedt – wogegen sich wiederum Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Heuer und Dieter Schwutke (beide CDU) deutlich wehrten, weil der Ortsrat bereits beschlossen habe, dass das Gebiet 2014 erschlossen werden solle, und sich auch schon Interessenten für Bauplätze gemeldet hätten. Doch sie mussten die Streichung dieses Postens ebenso hinnehmen wie die Masendorfer und Molzener, dass ihre gewünschten Fahrbahnteiler für insgesamt 30 000 Euro ebenfalls nicht realisiert werden.

Außerdem sprachen sich die Politiker gegen 20 000 Euro Planungskosten für das Konzept „Wasser in der Stadt“ (inklusive Bulleninsel) aus. Und: Auch die Gewölbebrücke über die Wipperau in Woltersburg wird nicht erneuert. Kostenersparnis hier: 130 000 Euro.

„Geschafft“ in den Haushaltsplan hat es derweil unter anderem der erste Bauabschnitt für eine neue Ortsdurchfahrt in Westerweyhe – zusammen mit einem zweiten Bauabschnitt sollen hier insgesamt zwei Millionen Euro investiert werden. Und auch die Anschaffung von neuen Parkscheinautomaten für 60 000 Euro erhielt das Votum des Ausschusses.

Insgesamt wird der Bereich Straßen, Umwelt und Grünflächen die Stadt im nächsten Jahr 12,4 Millionen Euro kosten – größte Posten dabei: die Gemeindestraßen mit fast sechs Millionen Euro und die Straßenreinigung mit mehr als einer Million Euro.

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