Bauarbeiten an Ortsumgehung Kirchweyhe voll im Zeitplan / Fertigstellung April 2014 gewährleistet

Schicht für Schicht zur neuen Straße

Baumischverfahren: Schicht für Schicht tragen die Baufahrzeuge die Grundlage für den Asphalt auf.

ib Uelzen-Kirchweyhe. Von früh bis spät sind die Baufahrzeuge im Einsatz, schaffen emsig Sand und andere Baustoffe heran, Bauarbeiter und Vermesser sind mit Hochdruck an der Arbeit:

Der Bau der Ortsumgehung im Zuge der Bundesstraße 4 bei Kirchweyhe geht stetig voran und in etwa einem halben Jahr soll die gut zwei Kilometer lange Entlastung für den nördlichsten Uelzener Ortsteil fertig sein.

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„Wir sind im Zeitplan, die Baufirma hat sehr gut gearbeitet, sodass wir voraussichtlich – wie geplant – eine Fertigstellung im April 2014 gewährleisten können“, sagt Dirk Möller, Geschäftsbereichsleiter Lüneburg bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, auf AZ-Nachfrage. Und das trotz aller anfänglichen Zeitverzögerungen, die es, wie berichtet, wegen eines fehlerhaften Vergabeverfahrens gegeben hatte.

Im nördlichsten Bereich der neuen Ortsumgehung wird zurzeit die Radwegunterführung gebaut; gleichzeitig entsteht schichtweise die neue Fahrbahn der Kirchweyher Ortsumgehung. Fotos: Ph. Schulze

Diese Probleme jedoch sind Schnee von gestern. Und so ist man nach dem Startschuss der 9,8 Millionen Euro schweren Bauarbeiten im Mai vergangenen Jahres inzwischen längst dabei, den eigentlichen Straßenbau zu fertigen. „Zurzeit wird die Verfestigung der Fahrbahn hergestellt“, erklärt Dirk Möller. Heißt im Klartext: In einem sogenannten Baumischverfahren werden verschiedene Schichten übereinander gelegt, die am Ende die endgültige Straße bilden. Ein Fahrzeug streut dafür unentwegt Zement auf die Trasse, der wiederum eingearbeitet wird und aushärtet. Obenauf wird eine erste Asphaltschicht gelegt. Ganz zum Schluss wird die Ortsumgehung aus drei Asphaltschichten bestehen. Die zwölf Meter breite Ortsumgehung wird im sogenannten 2+1-Verfahren geführt, was bedeutet, dass es einen durchgehenden Fahrstreifen für jede Fahrtrichtung gibt und einen Überholfahrstreifen, der abschnittsweise im Wechsel das Überholen ermöglicht.

Ebenfalls zu sehen ist bereits die Radwegeunterführung an dem nördlichsten Brückenbauwerk, das von der Bundesstraße 4 aus gut zu sehen ist. Hier werden, so erläutert Dirk Möller, gerade die Rampen gefertigt, damit der Radweg unter der künftigen Bundesstraße hindurchgeführt werden kann.

Einige hundert Meter weiter, in etwa der Hälfte der gesamten Baustrecke, entsteht auch das Brückenbauwerk für die neue Überführung der Emmendorfer Straße, die derzeit noch für den Verkehr gesperrt ist. Nach Fertigstellung der Arbeiten wird auch diese Verbindung wieder für den Kraftverkehr freigegeben.

Von Ines Bräutigam

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