Anders Jarryd und Norbert Henn beeindruckten im Tennisclub Blau-Weiß Uelzen

Ballwechsel der Stars

Fehlerlos: Der mehrfache Europameister Norbert Henn.

Uelzen/Landkreis. „Einzel auf Weltklasseniveau“ waren sich in Oldenstadt die Zuschauer des Show-Match zwischen dem schwedischen Weltklassespieler Anders Jarryd und Norbert Henn, der jahrelang den ersten Platz in der Weltrangliste ITF belegte, einig.

„Die beiden haben nichts verlernt“, rühmt Manfred Strunk von der Turnierleitung. Ein Grundsatz im Tennis heiße, Fehler entscheiden das Spiel, nicht die Punkte. Die beiden prominenten Tennis-Stars sind nach Uelzen gekommen, um nach einer Bauzeit von etwa sechs Monaten die Anlage im Sportzentrum zum Oldenstädter See zu eröffnen. Rund 130 000 Euro waren in die Grundsanierung des Tennisparks mit Clubhaus und acht Tennisplätzen investiert worden. Die Stadt Uelzen, der Kreissportbund, der Landessportbund und der Landkreis sowie Firmen und Mitglieder haben den Verein dabei unterstützt, dass die Plätze wieder wettkampffähig wurden.

Hat nichts verlernt: Anders Jarryd.

„Fehler haben wir nicht viele zu sehen bekommen“, freut sich bei dem Match auch Ralf Kießling, Vorsitzender des Tennisclub Blau-Weiß Uelzen. „Das hat Uelzen noch nicht gesehen“, sind sich eingeschworene Tennisfans sicher, die auch schon mal für ein spannendes Spiel um die halbe Welt reisten. Demgemäß zog der frisch sanierte Tennisplatz des Tennisclub Blau-Weiß Uelzen Publikum aus der gesamten Region an. So beobachteten mehrere Hundert Zuschauer „bildschöne Ballwechsel“ im Match zwischen den beiden Assen, das „im Tie Break mit acht zu sieben für Norbert Henn“ ausging, verkündet der Lautsprecher auf der Oldenstädter Tennisanlage. Applaus für ein vorbildliches Spiel, bei dem es beiden Protagonisten darum ging, den Zuschauern ein schönes Spiel zu zeigen. Vor 15 Jahren standen sie sich schon einmal am Netz gegenüber, erzählt Henn. „Damals habe ich sechs zu drei, sechs zu drei verloren.“ Doch in Uelzen erfreuten sich beide an langen Ballwechseln. „Wir wollten nicht siegen sondern ein schönes Spiel zeigen.“ Überrascht von der hervorragenden Tennisanlage, „super Plätze und für diese Jahreszeit schon gut bespielbar“, so der 53-jährige Norbert Henn aus Amberg, ging den Prominenten Spielern das Spiel gut von der Hand.

Für die anwesenden Herren eine tolle Motivation. „Abgucken ist das eine“, sagt Jens Grünewald-Steiger bewundernd, an der Umsetzung wird er hart arbeiten müssen. Die erste Gelegenheit durfte die „Nummer eins in Oldenstadt“ im Doppel mit Anders Jarryd gegen Norbert Henn mit Bezirkstrainer Mike Dressel sofort wahrnehmen. Ein gelungenes Einweihungsspiel für eine nicht so selbstverständliche Investition, die der Club für und mit seinen 360 Mitgliedern – darunter ein Viertel Jugendliche – in Oldenstadt vorgenommen hat.

Von Angelika Jansen

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