Jugendlicher begeht Suizid

Bahnstrecke Uelzen – Hamburg stundenlang gesperrt

js Uelzen/Winsen. Eine Tragödie im Bahnhof Winsen hatte Freitagmorgen Folgen für zahlreiche Berufspendler, die den Metronom nach Lüneburg oder Hamburg nutzen.

Nach Angaben der Bundespolizei in Bremen warf sich ein 18 Jahre alter Jugendlicher gegen 7.15 Uhr vor einen durchfahrenden Zug und kam ums Leben. „Daraufhin ist die Strecke voll gesperrt worden“ berichtete Holger Jureczko, Sprecher der Bundespolizei Bremen.

Auf der gesamten Linie Hamburg-Lüneburg-Uelzen kam es zu Verspätungen, zwischen Lüneburg und Stelle wurden Busse als Ersatz gefahren, so Metronom-Sprecher Björn Pamperin. „Zwischen Lüneburg und Stelle waren insgesamt zwölf Zugfahrten betroffen“, sagte Pamperin. Der Metronom aus Uelzen (Richtung Hamburg) habe bis Lüneburg fahren können. Von dort ging es mit dem Bus weiter nach Stelle, von Stelle wieder mit dem Metronom nach Hamburg. Umgekehrt fuhren Busse von Stelle nach Lüneburg. Die Fahrzeit habe sich um rund 30 Minuten erhöht. Teilweise kam es jedoch zu Verspätungen von bis zu einer Stunde, so Pamperin. Um kurz nach 10 Uhr wurde die Strecke wieder freigegeben. Ab 11 Uhr waren die Züge wieder ohne Verspätungen im Takt, so der Metronom-Sprecher.

Anmerkung der Redaktion: Wir haben uns entschieden, nicht über (geplante) Suizide zu berichten, es sei denn, sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Grund für unsere Zurückhaltung ist die hohe Nachahmerquote nach jeder Berichterstattung über Selbsttötungen.

Wenn Sie sich betroffen fühlen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge. Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen Auswege aus schwierigen Situationen aufgezeigt haben.


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