Gemeinschaftsunterkünfte für bis zu 120 Menschen entstehen

Bagger reißt Baracken am Fischerhof in Uelzen ein

+
Verlassen steht ein Tisch auf der Bodenplatte, während sich der Bagger seinen Weg bahnt – im Gewerbegebiet am Fischerhof werden zurzeit die Baracken abgerissen.

Uelzen. Es kracht, es knirscht, die Krallen der Baggerschaufel schließen sich um Holz und Metall, um Beton und Plastik.

Gefräßig arbeitet sich die Maschine Stück für Stück weiter – in einer Woche sind die ehemaligen Notunterkünfte im Gewerbegebiet am Fischerhof Geschichte. Die Gebäude, die in den letzten Jahrzehnten so manch einer Flüchtlingsfamilie Unterkunft gewährten, werden zurzeit plattgemacht.

Bis Ende des Jahres sollen an dieser Stelle Gemeinschaftsunterkünfte für bis zu 120 Menschen entstehen. Und die Zeit drängt, denn wenn zurzeit noch 278 Asylbewerber in Uelzen leben (landkreisweit sind es 615), werden die Zahlen in den nächsten Monaten sprunghaft steigen. Allein bis Ende September werden im Landkreis Uelzen weitere 133 Asylbewerber erwartet. Viele von ihnen werden in Uelzen eine neue Heimat finden.

Eine Langzeitprognose über die Zahl der Einwanderer zu wagen, ist schwierig, denn die Zahl derer, die aus Krisengebieten nach Deutschland kommen wollen, steigt nahezu täglich.

Bis Ende 2016 werden im Landkreis Uelzen weitere 1100 Asylbewerber erwartet. Eine Zahl, die so wohl nicht zu halten sein wird. Die Tendenz geht laut neuesten Statistiken eher Richtung 2000 Menschen, die Betreuung, Unterhalt und letztlich auch Unterkunft brauchen.

Flüchtlingen konkret zu helfen, das haben sich rund 50 Uelzener auf die Fahne geschrieben, die sich jetzt in der Initiative „Flüchtlingshilfe“ zusammengeschlossen haben. Es gelte, eine Willkommenskultur zu schaffen, um den Menschen in der neuen Lebensumgebung Halt und konkrete Hilfe zu geben.

Jeweils freitags treffen sich engagierte Uelzener, um zu diskutieren, welche Hilfen angebracht sind und wie diese umgesetzt werden können.

Mit welchen Schwierigkeiten die Flüchtlingshelfer zu kämpfen haben und was alles an Hilfe angedacht ist, dazu mehr in der gedruckten sowie auch in der digitalen Ausgabe.

Kommentare