AG Innenstadt stimmt für 13 Blumenkübel und künstlerische Elemente auf den Marktstraßen

Bänke zum Sitzen und Staunen

190 000 Euro wird die Gestaltung der Blumenkübel mit Bänken kosten. Hinzu kommen noch die Sponsoren-Summen für die künstlerische Gestaltung von anderen Sitzbänken. Als Nächstes diskutiert der Bauausschuss auf der Grundlage dieser Pläne. Montage: Stadt Uelzen

Uelzen. Die Verkehrssituation auf Uelzens Marktstraßen wird künftig so bleiben wie bisher. Denn die Arbeitsgruppe Innenstadt hat den Plänen der Stadtverwaltung zur Umgestaltung der Veerßer, Lüneburger und Gudesstraße mit Hilfe von Blumenkübeln und Bänken zugestimmt.

Über die Tempo-10-Zone wurde nicht mehr diskutiert, da seien alle Sitzungs-Teilnehmer einer Meinung gewesen, dass es bei der Geschwindigkeitsbegrenzung bleibt, berichtet Baudezernent Karsten Scheele-Krogull.

Zwei Versionen von Blumenkübeln standen zur Wahl – der Plan, den die Stadtverwaltung gemeinsam mit der AG Innenstadt erarbeitet hat, und eine Idee, die Citymanager Joachim Lotz eingebracht hat. Bei dem einstimmigen Beschluss über die Art der Dekoration geht es vor allem ums Geld: zwischen 8000 und 10 000 Euro müsste die Stadt pro Kübel mehr einkalkulieren, wenn es nach Lotz’ Idee ginge. Bei 13 Stück bedeutet es einen Unterschied von bis zu 130 000 Euro im Vergleich zu den Vorschlägen der Stadtverwaltung. Das liegt vor allem an der Größe der Pflanzkästen, für die unter anderem ein höherer Aufwand beim Transport und beim Bepflanzen anzusetzen wäre.

Daher haben sich die rund 25 Mitglieder der AG Innenstadt für 13 halbkreisförmige Blumenkübel entschieden, die ähnlich wie in der aktuellen Erprobungsphase am Rand der Fahrbahnen stehen. Eine „Kampfabstimmung“ habe der städtische Baudezernent erwartet, die Meinungsverschiedenheiten seien jedoch ausgeblieben. Es soll auch ein Probe-Modell geschaffen und aufgestellt werden, das dann Bürger testen können, sagt Scheele-Krogull. Zu Beginn der Marktstraßen werden insgesamt fünf größere Elemente aufgebaut, die mit jeweils zwei Kunst-Bänken eine schmalere Eingangssituation für den Innenstadt-Bereich schaffen. Diese künstlerische Gestaltung der Sitzelemente hat Lotz angeregt. Der Betonkern der Bänke wird mit einfarbigem Mosaik versehen, in die Rückenlehnen werden, ebenfalls aus Mosaik, Bilder eingearbeitet. „Dies können einfachere grafische Strukturen wie von Piet Mondrian, Joan Miro oder Wassily Kandinsky sein, auch Roy Lichtenstein oder ähnliche sind denkbar. Wir müssen sehen, was hier technisch machbar ist“, schildert der Citymanager. Die Kunst-Bänke werden gesponsert. Die ersten Gespräche mit der lokalen Wirtschaft hätten bereits stattgefunden.

Insgesamt liegen die Kosten für die Stadtverwaltung bei 190 000 Euro. Zudem kostet die Bepflanzung der Kästen und die Pflege durch die Betrieblichen Dienste voraussichtlich jährlich rund 5000 Euro. Auch in diesem Fall wäre die Version des Citymanagements teurer, für die jährlichen Arbeiten wäre die doppelte Summe zu veranschlagen. Die Stadtverwaltung hofft darauf, dass sich Bürger melden, die für die Pflege eines oder mehrerer Kübel Patenschaften übernehmen. Am besten zu organisieren wäre es dann, wenn die Paten möglichst die Vollpflege samt Bewässerung übernehmen, erklärt Scheele-Krogull.

Als Nächstes werden sich der Bauausschuss und der Verwaltungsausschuss mit dem Votum der AG Innenstadt befassen. Danach wird die Stadt bei der NBank Zuschüsse beantragen. Wenn die Politik zustimmt, werden die neuen Pflanzkästen im April/Mai 2012 gebaut.

Von Diane Baatani

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