Uelzen: Weitere Vollsperrung nächste Woche / Umleitung durch die Stadt

B 4-Freigabe erst im Oktober

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Wartezeiten auf der Groß Liederner Straße für Autofahrer gibt es Anfang Oktober.

Uelzen. Die Sanierung der Bundesstraße 4 wird sich bis in den Oktober hineinziehen. Das teilt die Niedersächsische Behörde für Straßenbau und Verkehr mit. Ursprünglich sollten die Arbeiten Ende September abgeschlossen sein.

Auf Brücken fehlen aber noch die Deckschichten, eine Fahrbahnmarkierung muss aufgebracht und die mobilen Schutzstreifen wieder abgebaut werden. Die Landesstraßenbaubehörde kündigt nun eine Freigabe des Verkehrs für Freitag, 7. Oktober, in den Nachmittagsstunden an.

Zuvor werden Autofahrer nicht nur wegen der längeren Sanierungszeit noch einmal auf eine harte Probe gestellt. Um die mobilen Schutzstreifen als Fahrbahntrennungen auf einer Länge von 3500 Metern zurückbauen zu können, wird die Bundestraße 4 in Höhe Uelzen noch einmal voll gesperrt. Von Montag, 26. September, 14 Uhr, bis voraussichtlich Dienstag, 27. September, 18 Uhr wird die Ortsumgehung nicht zu befahren sein, so die Landesstraßenbaubehörde.

Während dieser Zeit wird der Verkehr in Richtung Lüneburg von der Anschlussstelle B 71 (Groß Liedern) links auf die Groß Liederner Straße, rechts auf die Tile-Hagemann-Straße, weiter über die Bernhard-Nigebur-Straße und die Birkenallee bis Neu Ripdorf und die K 3 geleitet. In Fahrtrichtung Braunschweig wird der Verkehr entgegengesetzt geführt.

Es ist nicht die erste Vollsperrung während der seit Anfang April laufenden schrittweisen Sanierung der Uelzener Ortsumgehung. Bereits zum Start der Arbeiten an dem letzten Teilstück im August waren die Fahrbahnen gesperrt worden, was zu „massiven Störungen“ beim Verkehrsfluss führte, wie die Polizei seinerzeit urteilte. Als Nadelöhr erwies sich seinerzeit die Neu Ripdorfer Straße, in der 40-Tonner nur im Schritt-Tempo aneinander vorbeikamen. Zudem suchten Autofahrer, anstatt der Umleitungsbeschilderung zu folgen, sich ihren eigenen Weg durch die Stadt, wodurch es auch dort zu Staus und teils chaotischen Szenen kam. 

Es fehlt noch der Asphalt auf vier Brücken

Nach der Freigabe des Verkehrs auf der Uelzener Ortsumgehung am Freitag, 7. Oktober, müssen Autofahrer noch mit „vereinzelten Tagesbaustellen“ auf der B 4 rechnen. Es stünden noch Restarbeiten an, so die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr gestern in einer Mitteilung. Sind sie erledigt, soll der Verkehr wieder rollen – vorerst zumindest. Arbeiten im weiteren Verlauf der B 4 von der Groß Liederner Straße bis Holdenstedt sind für 2018 geplant. Ursprünglich sollten sie, wie berichtet, bereits im kommenden Jahr in Angriff genommen werden, doch zunächst muss die Umleitungsstrecke, die auch durch den Landkreis Gifhorn führen soll, ertüchtigt werden. Die Gedanken von Pendlern und Lkw-Fahrern kreisen zurzeit aber noch um die aktuelle Baustelle. Im letzten der fünf Bauabschnitte der Sanierung der Uelzener Ortsumgehung sind die Asphaltdecken weitestgehend aufgebracht. Es fehlen, wie gestern Gesa Schütte, Fachbereichsleiterin Bau bei der Landesstraßenbaubehörde, erklärt, noch die Deckschichten auf vier Brücken.

Feuchtigkeit darf nicht in den Beton eindringen. Die Asphaltierungsarbeiten auf den Bauwerken gestalte sich aufwendig und damit auch als zeitraubend. „Feuchtigkeit darf nicht in den Beton eindringen“, so Schütte. In den ersten drei Tagen der kommenden Woche sollen die Brücken ihre Asphaltschichten bekommen. Im Anschluss seien, so Schütte, die Fahrbahnen zu markieren. Die Markierungen werden nicht mit Farbe aufgebracht, sondern mit Folien. Der Vorteil: Bei mit Farbe aufgebrachten Markierungen müsse alle zwei bis drei Jahre nachgestrichen werden, die Folienlösung halte bis zu zehn Jahre, sagt Schütte. Das sei gerade bei der B 4 als 2+1-Trasse wichtig, denn für Fahrbahnmarkierungsarbeiten würden in diesem Fall hohe Anforderungen an die Sicherheit gestellt. Sie bedeuteten Mehrausgaben, sodass sich die etwas teurere Folienvariante rechne. Apropos Kosten: Für die Sanierung der Ortsumgehung, die Anfang April mit Arbeiten zwischen Nordallee und der Anschlussstelle Molzen startete, wurden 3,5 Millionen Euro veranschlagt. Auch wenn sich die Maßnahme nun bis in den Oktober zieht und damit länger als ursprünglich geplant dauern wird, werde der Kostenrahmen nicht überschritten, so Schütte. Die Kosten für die Arbeiten trägt der Bund. Nötig wurden sie, weil der Fahrbahnzustand schneller als geplant verschlechterte. Die Landesstraßenbaubehörde geht davon aus, dass die nächste grundhafte Sanierung erst wieder in etwa 25 Jahren nötig ist. Die oberste Deckschicht müsse in acht bis zwölf Jahren erneuert werden.

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