Justizpanne im Prozess gegen zwei mutmaßliche Mitglieder der Douglas-Bande

AZ-Blitz: Zeuge und Angeklagter schliefen in einer Zelle

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Robert K. beim Tatort-Besuch in Uelzen. Er wird von Justiz-Beamten begleitet.

az Uelzen. Peinliche Justizpanne im Prozess gegen zwei mutmaßliche Mitglieder der so genannten Uelzener Douglas-Bande: Einer der Angeklagten und ein Zeuge haben vor dem gestrigen Prozesstag gemeinsam in einer Doppelzelle übernachtet. Beide jungen Männer werden der Bande zugerechnet und sitzen wegen verschiedener Vorfälle in Untersuchungshaft.

Derzeit verhandelt die Jugendkammer des Landgerichts Lüneburg wegen versuchten Totschlags gegen die 19-jährigen Ismail N. und Robert K. sie sollen einen Kneipengänger mit einer Flasche niedergeschlagen und auf den am Boden liegenden Mann eingetreten haben. Beide schweigen zu den Vorwürfen.

Drei weitere Mitglieder der so genannten Douglas-Bande sitzen wegen Schutzgelderpressung in U-Haft. Sie sollen auch als Zeugen im Totschlags-Prozess aussagen. Einer von ihnen ist der 18-jährige Mustafa Z. Er sagte am Dienstag aus und wurde am Montag zuvor in eine Zelle mit Robert K. gesteckt. Das Gericht habe schon im Zusammenhang mit einem anderen Tatkomplex ausdrücklich gebeten, dass solch eine Zusammenlegung nicht passieren sollte, betonte der Vorsitzende Richter Axel Knaack.

Mustafa Z. bezeichnete in seiner Aussage Robert K. als Opfer, er habe zwei Schläge gegen den Kopf einstecken müssen und habe sich nicht mehr wehren können. Die Staatsanwaltschaft bat nachdrücklich darum, solche Begegnungen im Gefängnis künftig möglichst zu vermeiden. Das gehe ohnehin nicht, konterte einer der Angeklagten: "Wir sehen uns doch sowieso in der Freistunde.

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