Auszeichnung für den Herr der alten Kartoffelsorten

+
Karsten Ellenberg aus Barum bekam den Förderpreis Ökologischer Landbau.

Berlin/Barum. - ib Einer der beiden Bundessieger des Förderpreises Ökologischer Landbau kommt erneut aus Niedersachsen: Der Förderpreis wird jährlich vom Bundeslandwirtschaftsministerium ausgeschrieben und wurde am Freitag von Ministerin Ilse Aigner im Rahmen der Grünen Woche an Karsten Ellenberg aus Barum verliehen.

Wie mehrfach berichtet, hat er sich mit seinem Betrieb auf Erhalt, Anbau und Vermarktung alter Kartoffelsorten spezialisiert. Mit dem Preis werden ökologisch wirtschaftende Betriebe ausgezeichnet, die besondere innovative Leistungen in die Praxis umgesetzt haben. Ralf Paeschke, Leiter der Abteilung Agrarpolitik und Agrarwirtschaft im niedersächsischen Landwirtschaftsministerium, gehörte zu den ersten Gratulanten. „Mit dem Förderpreis werden die besondere unternehmerische Leistung und die große Innovationsfreunde des Betriebes ausgezeichnet.“ Mit seiner Leistung steht Ellenberg für viele niedersächsische ökologische Betriebe, die hochwertige Produkte erzeugen und sich für den Erhalt der biologischen Vielfalt einsetzen. Karsten Ellenberg gehört mit seinem Hof zu den mittlerweile mehr als 21 000 Öko-Betrieben in Deutschland mit einer Fläche von über 950 000 Hektar, davon mehr als 74 000 Hektar in Niedersachsen.

Der Barumer Hof wird von der Familie Ellenberg seit 20 Jahren ökologisch bewirtschaftet. Auf dem rund 80 Hektar großen Betrieb werden insbesondere Kartoffeln, Getreide und Kleegras angebaut. Ende der 90er Jahre begann Karsten Ellenberg erstmals damit, Knollen zum Teil sehr alter Kartoffelsorten versuchsweise auszupflanzen. Mittlerweile werden dort viele alte Kartoffelsorten angebaut. Außerdem stieg Ellenberg selbst in die Züchtung ein.

Kommentare