Amnesty-Gruppe des HEG sammelt Spenden / Infostand in der Innenstadt

Das Asylrecht im Advent

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dib Uelzen. Alle Jahre wieder – mitten in der Adventszeit – wird der Internationale Tag der Menschenrechte begangen. Dass am 10. Dezember 1948 die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verkündet wurde, wollen Schüler des Herzog-Ernst-Gymnasiums (HEG) in Uelzen auch in diesem Jahr wieder hervorheben.

Am Jahrestag, dem nächsten Montag, wird die Amnesty-International-Gruppe des HEG aktiv: In der ganzen Aula duftet es nach Waffeln, Schüler werden davon angelockt, und inmitten dieser Menge backen die Jugendlichen von Amnesty für den guten Zweck.

„Auf den ersten Blick haben Menschenrechte und Advent nicht viel gemein, mal abgesehen davon, dass Waffeln super in die Adventszeit passen“, weiß Amelie Neubauer. „Das Geld, welches durch die Waffeln eingenommen wird, geht an unschuldige Menschen aus der ganzen Welt, die unfair von Staaten, in denen die Menschenrechte nicht gesetzgebend sind, behandelt werden.“ Der Erlös aus dem Waffelbacken geht an Amnesty International, die die Spendenvergabe organisieren. Amelie Neubauer und ihre Mitstreiter aus Jahrgang Acht bis Zwölf wollen daran erinnern, dass es für diese Menschen kein Weihnachten gebe: „Sie sitzen in einer kleinen Zelle, oft in schlechten hygienischen Verhältnissen, und warten nicht auf das Christkind, den Weihnachtsmann, geschweige denn einen Angehörigen, sondern auf einen unfairen Gerichtsprozess – wenn überhaupt.“ Die Gruppe sieht ohnehin eine Verbindung zwischen dem Advent und dem Thema Menschenrecht. Das Asylrecht werde in der Suche von Josef und Maria in Bethlehem deutlich. „Als letzte Lösung finden sie Obdach in einem Hirtenstall, wo auch Jesus zur Welt kommt. Somit ist auch Jesus ein Asylsuchender gewesen“, schließt daraus Amelie Neubauer.

Die Uelzener Schülergruppe besteht seit vielen Jahren, derzeit zählt sie etwa zehn aktive Mitglieder zwischen der achten und zwölften Jahrgangsstufe. Sie gehört zum Bezirk Hannover. „Wir sind bei Amnesty, weil es uns Freude macht, uns zusammen mit anderen Jugendlichen für unfair behandelte oder bedrohte Menschen einzusetzen“, erklärt Amelie Neubauer.

Anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte wollen sie und die Gruppe morgen an einem Stand in der Uelzener Innenstadt die Passanten über das Thema informieren. „Dort werden wir versuchen, Fragen zu beantworten, sammeln Unterschriften für Einzelfälle, also aktuell bedrohte Menschen.“

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