Asphaltierte Wölbung an Kirchweyher Ortsumgehung begünstigt Aquaplaning

Kante mit Gefahrenpotenzial

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Sie soll die Böschung vor dem Ausspülen schützen, doch sie erhöht die Aquaplaning-Gefahr: An dieser Kante an der Kirchweyher Ortsumgehung staut sich bei Starkregen das Wasser.

Uelzen-Kirchweyhe. Eigentlich müssten alle Beteiligten mit dem Bau der Kirchweyher Ortsumgehung zufrieden sein. Die Autofahrer, weil der Verkehr nun zügiger rollt, und die Anwohner, weil Autos, Lkws und Motorräder nun nicht mehr durch den Ort rollen.

Doch mit dem Bau der Umgehungsstraße ist ein neues Problem entstanden: Die gewölbte Asphaltkante am Rand der B 4 stellt bei heftigem Regen eine Aquaplaning-Gefahr für die Fahrzeuge dar.

Etwa alle 30 Meter gibt es in der Fahrbahn der B 4 einen Ablauf mit Drainagerohr.

An der etwa zehn Zentimeter hohen und – die einzelnen Abschnitte zusammengerechnet – mehrere hundert Meter langen Aufkantung staut sich nach starken Niederschlägen das Wasser. Es kann nicht richtig abfließen, wie Autofahrer jetzt wiederholt feststellen mussten. Zwar sind im Abstand von etwa 30 Metern Abläufe mit Drainagerohren in den Fahrbahnrand eingelassen. Doch die reichen oft nicht aus, um die Regenmengen rasch abzuleiten.

„Die Gefahr von Aquaplaning ist bei Starkregen nicht auszuschließen“, gibt Dirk Möller, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg, im AZ-Gespräch zu. Zwar habe er dazu noch keine Beschwerden von Autofahrern gehört, „das heißt aber nicht, dass sie sich nicht an anderer Stelle gemeldet haben“, so Möller. Sollte sich herausstellen, dass dort vermehrt Aquaplaning auftritt, „muss man darüber nachdenken, weitere Drainagerohre einzubauen“, erklärt er. [...]

Von Bernd Schossadowski

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