Bäume in Uelzener Wohngebieten verstümmelt: Stadt erstattet Strafanzeige

Anwohner unter Verdacht

Nur noch ein verlängerter Stumpf ist übrig.

Uelzen. In mehreren Uelzener Wohngebieten sind zahlreiche Straßenbäume derart verstümmelt worden, dass sie nicht zu retten sind. Die Stadt Uelzen beziffert den Schaden mit mehreren tausend Euro und hat Strafanzeige bei der Polizei gestellt.

Unter Verdacht stehen offenbar Anwohner, die sich durch die Bäume in der Lebensqualität beeinträchtigt sahen – unter anderem durch Schattenwurf oder Laub.

Die Stadtverwaltung gibt sich angesichts der laufenden polizeilichen Ermittlungen vorsichtig und spricht diesen Verdacht nur indirekt aus: „Anlieger, die sich durch den Wachstum von Bäumen beeinträchtigt fühlen, können dies der Stadtverwaltung melden“, sagt deren Sprecherin Ute Krüger.

Radikal beschnitten: Dieser Baum ist nicht zu retten.

Aktuell betroffen sind 15 Baum-Haseln und Ahorne im Wohngebiet Eschenkamp und im Ortsteil Holdenstedt. Davor gab es bereits Fälle in Westerweyhe und an den Zehn Eichen. „Die Bäume stehen auf öffentlichen Flächen und dürfen nicht von Privatpersonen geschnitten werden“, betont Krüger. Hierfür sei die Stadt zuständig. Sollten die Verursacher ermittelt werden, müssen sie für den Schaden aufkommen.

Wann Ersatz gepflanzt werden könne, stehe noch nicht fest, so die Sprecherin: „Das ist natürlich auch eine finanzielle Frage, und zusätzliches Geld steht dafür derzeit nicht bereit.“ Straßenbäume gehören seit geraumer Zeit zu einem stadteinheitlichen Konzept, betont Krüger. „Mit der Anpflanzung sollen eine Verkehrsberuhigung bewirkt und überwiegend graue Ausbauflächen freundlicher gestaltet werden.“

Von Thomas Mitzlaff

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