Klassenreduzierung an KGS: CDU-FDP-RRP-Gruppe zieht Forderung zurück

„Antrag ist hinfällig“

Das Konzept an der KGS ist erfolgreich – wie hier mit dem Berufsinformationstag.

Uelzen/Bad Bevensen. Sie wollten die Zügigkeit der Kooperativen Gesamtschule (KGS) in Bad Bevensen von derzeit neun Klassen pro Jahrgangsstufe auf acht reduzieren – und fuhren dafür harsche Kritik von vielen Seiten ein.

Auf der vergangenen Sitzung des Kreisausschusses haben die Mitglieder der CDU-FDP-RRP-Kreistagsgruppe nun ihren im Februar gestellten Antrag zurückgezogen.

„Laut Vorlage der Schülerzahlen durch die Verwaltung ist ohnehin davon auszugehen, dass auf Grund zurückgehender Schülerzahlen die KGS in Kürze auf eine 8-Zügigkeit zurück geführt wird“, begründet Claus-Dieter Reese, Vorsitzender der Kreistagsgruppe. Selbst bei einer Umsetzung der inklusiven Beschulung werde es, da Integrationskinder nach dem Klassenbildungserlass doppelt gezählt werden müssen, maximal zu neun Zügen kommen.

Laut Niedersächsischer Schulverordung kann eine KGS bis zu neun Züge haben. „Damit wird in Bad Bevensen in Zukunft die vom Land vorgegebene Höchstzahl eingehalten“, so Reese, „und unser Antrag ist damit hinfällig.“ Unabhängig von der Zurücknahme des Antrages will die Kreistagsgruppe jedoch ein anderes Thema ins Visier nehmen: den Komplex der hohen Schülertransportkosten. „Der Landkreis Uelzen hat hier landesweit die höchsten Kosten pro Kopf zu verzeichnen, und das wird ja von irgendwoher kommen“, so Reese gegenüber der AZ.

Zwar sei der Landkreis Uelzen ein dünn besiedelter Flächenlandkreis. Allerdings treffe dies auch auf andere Landkreise zu, die jedoch weit unter dem für Uelzen ermittelten Wert lägen, weiß der Gruppenvorsitzende. CDU, FDP und RRP wollen nun vor diesem Hintergrund in Erfahrung bringen, ob dort der Schülertransport zentral vom Kreis oder teilweise von den Kommunen organisiert wird. Reese: „In Abstimmung mit den Samtgemeinden soll hier eine flächendeckende Lösung gefunden werden.“

Von Ines Bräutigam

Kommentare