Bei den ersten Fachbetrieben in Uelzen gehen die Winterreifen aus

Ansturm vor dem Schnee

Winterreifen in ausreichender Zahl vermeldet unter anderem die Firma Vergölst. Doch bei anderen Betrieben in Uelzen gibt und gab es Lieferengpässe. Fotos: Huchthausen

Uelzen. Jetzt ist die Zeit, sich nicht nur um das passende Schuhwerk für den Winter zu kümmern, sondern auch, um die Autoreifen den Witterungsverhältnissen anzupassen.

Aber wann rüsten die Uelzener Autofahrer auf Winterreifen um? Gibt es genug Kapazitäten bei den Reifenhändlern? Welche Marken sind gängig? Die AZ hat nachgefragt.

Volker Kuck, Inhaber der Firma Reifen Kuck, zeigt sich frustriert: „Der Markt für Winterreifen ist wie leergefegt. Sämtliche Markenreifen sind ausverkauft, die Hersteller können nicht mehr liefern.“ Das Problem sei, dass er als kleinerer Händler sein Kontingent für den Winter bis Ende April, besser noch bis Ende Februar, bestellt haben müsse, „sonst ist nichts mehr zu bekommen.“

Ein ganz anderes Bild zeichnet Roland Rinker, Geschäftsführer der Uelzener A.T.U.-Filiale. „Wir haben generell keine Lieferschwierigkeiten, alle gängigen Marken und Größen sind ausreichend verfügbar“, sagt er. Als größter Reifenhändler Deutschlands mit 600 Filialen habe man aber auch den Vorteil, auf ein riesiges Zentrallager zurückgreifen zu können.

Eine Ansicht, die auch von anderen Vertretern der Filialisten vertreten wird, wie von Torsten Trautner, Filialleiter bei Premio. „Durch unser internes Nachbestellmodell halten wir alle gängigen Größen lieferbar, kleinere Engpässe gibt es lediglich bei speziellen Größen im Transporterbereich“, erklärt er. Keine Panik also für die Autofahrer, denn auch Horst-Werner Fuchs von der Firma Vergölst und Martin Friedrichs von der Firma „Pit-Stop“ vermelden ausreichende Lagerbestände.

„Kurzfristige Lieferschwierigkeiten hatten wir Anfang Oktober. Im Bereich der Transporter und Geländewagen ist kaum noch etwas zu bekommen“, berichtet Heiko Genthe, Chef beim BMG-Autoservice. Sein Rat: Reifen azyklisch kaufen, also Winterreifen im Sommer und umgekehrt. Dann bekomme man außerdem die günstigsten Preise.

Auch bei den Preisen unterscheidet sich die Sichtweise der kleineren Händler von der Einschätzung der größeren. Während Kuck und Genthe einen Anstieg der Preise mit dem Herannahen der kalten Jahreszeit vermelden, erklärt Martin Friedrichs von der Firma „Pit-Stop“: „Eigentlich sind die Preise für Winterreifen über das Jahr stabil, wir haben zu Herbstbeginn oft attraktive Angebote“.

Aber wann kommen die Kunden? Die meisten Anfang Oktober, für etwa 70 Prozent der Stammkunden ist das ein fester Termin. Und die anderen? „Beim ersten Schnee ist noch mal der Teufel los“, so Genthe.

Von Oliver Huchthausen

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