Eltern erstellen in Eigenleistung Kletteranlage für Kinder an der Grundschule Veerßen

Anpacken für das neue Spielgerät

+
Auch die Kinder griffen zur Schaufel und halfen ihren Eltern bei verschiedenen Arbeiten.

Uelzen-Veerßen. „Es ist schön, wenn man sieht, dass man selbst etwas bewegen kann“, freute sich Ingo Weber, während der Bagger eine Ladung Sand nach der anderen auf einen Treckeranhänger hob.

Zuerst wurde das Fundament für die neue Kletteranlage auf dem Spielplatz an der Grundschule ausgehoben. Danach setzten die Helfer die Bordsteine ein.

Dort, wo am Sonnabendmorgen noch fleißig gearbeitet wurde, sollen sich nach den Herbstferien die Kinder austoben können. Denn der kleine Spielplatz an der Grundschule Veerßen, der eigentlich gar nicht zum Schulgelände gehört, ist so alt wie das Schulgebäude selbst – und dieses feierte 2014 ihr 50-jähriges Bestehen.

Da keine öffentlichen Mittel der Stadt Uelzen zur Verfügung standen, bemühten sich die Mitglieder des Fördervereins der Grundschule in den vergangenen Monaten intensiv um Spenden. Dank einiger lokaler Firmen und der Aktion „Ein Herz für Kinder“ kamen 12 000 Euro für eine neue große Kletteranlage und eine Wippe zusammen.

Für die Verpflegung der fleißigen Helfer sorgten mehrere Mütter aus dem Grundschul-Förderverein.

Am Sonnabend trugen engagierte Eltern ihre Eigenleistung zu dem Projekt bei. Landwirte hatten einen Trecker für die Erdarbeiten zur Verfügung gestellt und so wurde mit großem Gerät zunächst das Fundament ausgehoben. Danach wurden die Bordsteine eingesetzt. „Das zeichnet unsere Schule auch aus, dass alle mit anpacken und helfen“, erklärte Sandra Claus, zweite Vorsitzende des Fördervereins.

Der Spielplatz sei auch nachmittags ein Treffpunkt für Veerßens derzeit 81 Grundschüler. „Das ist eine Freude zu sehen, wenn die Kinder jeden Tag mit dem Fahrrad hierher düsen“, berichtete Sandra Claus. Zum Schuljubiläum hat der Förderverein bereits zwei Fußballtore und drei Drehspiele angeschafft. Im Oktober soll mit der Kletteranlage die neueste Attraktion auf dem Schulhof installiert werden. Die Auffüllung des Sandes unter dem Spielelement werden dann wieder die Eltern übernehmen.

Von Birte Grote

Kommentare