Spektakulärer Abschluss des „Zaubers“ am Rathaus / McAllister: „Festlichste Weihnachtsstadt“

„Andere Städte beneiden Uelzen“

Publikumsmagnet: Tausende von Besuchern kamen gestern Abend zur Öffnung des 24. Türchens in die City. Foto: Huchthausen

Uelzen. Citymanager Joachim Lotz war schon vorher völlig aus dem Häuschen. „Das hat Uelzen noch nicht gesehen. Das ist das Spektakulärste, was die Stadt bisher geboten bekommen hat“, heizte Lotz die Stimmung vor der „Sandshow“ mächtig an.

Und der Citymanager hatte nicht zuviel versprochen: Was Iryna Bilenka und Alexander Skhno aus Kiew in der Ukraine live auf die Leinwand zauberten, traf gestern Abend bei der großen Abschlussveranstaltung des diesjährigen WeihnachtsZaubers genau den Nerv der Besucher, die wieder zu tausenden auf den Platz vor dem Alten Rathaus geströmt waren.

Die neue und faszinierende Sandkunst entführte die Gäste in eine farbenprächtige Welt, in der die Künstler beispielsweise mit kreativer Leichtigkeit die Weihnachtsgeschichte erzählten. „Die Besonderheit der Sandmalerei steckt in deren flüchtiger Schönheit. Egal wie schön und vollendet ein Bild erscheint, es existiert nur für wenige Sekunden und wird sofort von einem anderen Gebilde verdrängt“, hieß es von den Künstlern. Das Prinzip klingt einfach: Iryna und Alexander haben auf einem Sandkasten feinen Sand vor sich liegen. Damit erschaffen beide ihre flüchtigen Werke, die mittels einer Kamera auf eine Leinwand übertragen werden. Staunend und andächtig verfolgten die Besucher die Kreationen. Tosender Applaus war am Ende der Lohn für die perfekte Vorführung. Von einer solchen war Thorsten Schack ein kleines Stück entfernt. Der Sänger war für die hochschwangere und durch eine Krankheit geschwächte Jessica Bierik kurzfristig eingesprungen. Doch in der weihnachtlich geprägten und gelösten Stimmung sahen die Gäste dem Berliner nach, dass er beim Evergreen „Oh Tannenbaum....“ nicht ganz textsicher war.

Das war dagegen der Niedersächsische Ministerpräsident David McAllister. Bereits zum dritten Mal hatte der gebürtige Schotte die Ehre, das letzte Türchen des Adventskalenders zu öffnen. „Es ist für mich immer wieder faszinierend, am Tag vor Heiligabend die festlichste Weihnachtsstadt Niedersachsens zu besuchen. Mit dem WeihnachtsZauber hat Uelzen ein Alleinstellungsmerkmal, um das es von vielen anderen Städten beneidet wird“, lobte der Landesvater. Für ihn persönlich sei der Auftritt in der Uhlenköperstadt der letzte vor Weihnachten. Insofern räumte der Ministerpräsident ein, dass er der Stadt Uelzen gerne an diesem Tag den Abschluss des Zukunftsvertrages überreicht hätte. „Wir haben es noch nicht ganz geschafft, die Entschuldungshilfe muss noch eine Runde im Innenministerium und bei der Haushaltskommission drehen“, sagte McAllister. Doch sei die Stadt ebenso wie der Landkreis auf einem guten Weg, um diese einmalige Chance zu nutzen. McAllister: „Mein Dank gilt in dem Zusammenhang den Vertretern aus Rat und Politik, die durch ihre Arbeit den Zukunftsvertrag erst möglich machen.“ Uelzens Bürgermeister Otto Lukat spielte den Ball zurück und dankte dem Ministerpräsidenten, dass er die Tradition, das 24. Türchen zu öffnen, weiter fortgeführt habe. Seite 3

Von Andreas Becker

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