Herzog-Ernst-Gymnasium: Planungen laufen / Verschiedene Varianten denkbar

Anbau am Gymnasium: Kurze Wege als Ziel

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Auf dem Gelände des Herzog-Ernst-Gymnasiums soll ein Anbau entstehen. Nach einer Entscheidung im Kreisausschuss wird jetzt nach der besten Lösung gesucht. Für Schulleiterin Gabriele Diedrich spielen kurze Wege dabei eine große Rolle.

Uelzen. Der Weg für neue Klassenräume am Herzog-Ernst-Gymnasium ist frei. In seiner jüngsten Sitzung beschloss der Kreisausschuss, die Verwaltung mit Planung und Bau eines Anbaus mit acht Klassenräumen zu beauftragen.

Als Kostenpunkt werden eine Million Euro veranschlagt, teilt Kreissprecher Marcus Christ mit.

Derzeit findet der Unterricht für die knapp 1000 HEG-Schüler teilweise in der rund 600 Meter entfernten Pestalozzi-Schule statt. Ein Provisorium. Gabriele Diedrich, Schulleiterin am HEG, erklärt: „Wir haben erst versucht, dort die zehnten Klassen zu unterrichten. Das funktioniert nicht, weil die viel Fachunterricht haben und dadurch zu viel hin und her laufen mussten.“

Inzwischen lasse man an der „Außenstelle“ einen Großteil des Musikunterrichts aller Klassenstufen stattfinden. Vorteil: Die Klassen müssten beim Musizieren keine Rücksicht nehmen. Nachteil: Auch die Kleinsten müssten Instrumente hin und her schleppen – und diese seien teilweise fast so groß wie die jüngsten Schüler selbst. Außerdem seien nach Schulschluss Busse schwerer zu erreichen, und die Pausen würden ausschließlich für den Gang von Gebäude zu Gebäude verwendet.

Wege spielen auch bei den Überlegungen zu dem beschlossenen Anbau eine Rolle. Diedrich: „Es kommen unterschiedliche Varianten auf dem Schulgelände infrage. Es gibt dazu derzeit einen sehr positiven Austausch aller Beteiligten, insbesondere mit den Baufachleuten der Verwaltung, in dem wir Für und Wider der Lösungen besprechen.“

Neben möglichst kurzen Wegen innerhalb des Schulgeländes spiele auch eine Rolle, was für eine Fläche für den Anbau aufgegeben werden müsse und wie komplex die Arbeiten seien, die nötig würden. Insofern, so die Einschätzung der Direktorin, spielten letztlich auch die tasächlichen Kosten eine Rolle.

Grund für den Raumbedarf sei, dass sich mittlerweile spürbar mehr Schüler nach der Grundschule für das HEG entschieden, so Diedrich. Dies hänge insbesondere damit zusammen, dass Eltern zuletzt wesentlich mehr Freiheit bei der Wahl der Schulform für ihre Kinder bekommen hätten. Für das HEG zeichne sich aus diesem Grund ab, dass es pro Klassenstufe künftig fünf anstelle von vier Klassen gebe. Hinzu komme außerdem noch der 13. Jahrgang, den es künftig wieder gibt.

„Grundsätzlich freut uns der Andrang“, sagt Diedrich noch. Und unabhängig von der Anbau-Variante, die es letztlich werde, wünscht sie sich für Schule und Schüler „ein modernes, helles Lernumfeld.“

Ein Zeitpunkt, wann der Anbau durch die Schule genutzt werden kann, zeichnet sich nach Auskunft des Landkreises noch nicht ab.

Von Steffen Kahl

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