41-Jähriger fährt durch Grundstückstor / Mann bepöbelt Frauen / Gorleben bleibt friedlich

Alkohol, Drogen, Fahrerflucht

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Rund um das „Gorleben-Desaster“, wie es die Veranstalter der Widerstandspartie Gorleben auf diesem Banner betitelten, herrschte das große Gewimmel. Mehrere tausend Menschen kamen zum Festplatz, es blieb friedlich.

Uelzen/Landkreis. Trunkenheitsfahrten, Fahren unter dem Einfluss von Drogen, Unfallflucht – für die Polizei war es ein Pfingstwochenende mit gewohnten Problemen.

Doch auch die Autofahrer mussten geduldig sein, wenn sie auf dem Weg in ein verlängertes Pfingswochenende am Sonnabend morgen auf der Bundesstraße 4 bei Uelzen unterwegs waren. Eine Baustelle sorgte für Verzögerungen, weil die Fahrbahn auf nur eine Spur verengt wurde, ging es dort nur im Schritttempo voran.

Schliekau. Ein doppelflügeliges Tor fiel am Sonnabend gegen 22.10 Uhr in Schliekau einem 41-jährigen Mann zum Opfer. Er hatte sich mit dem Transporter seines Arbeitgebers im Ort verfahren und wollte schnellstmöglichst wieder auf die B 71 zurück. Dabei durchfuhr er das Tor und schleifte ein Torelement mit. Die Polizei fand ihn ein Nickerchen machend im Ort vor. Er schlief seinen Rausch aus.

Bad Bevensen. Zuerst fuhr der bisher noch unbekannte Mann zu dicht auf und bedrängte die Autofahrerin vor ihm. Als diese dann anhielt, stieg er aus, bepöbelte sie und ihre Beifahrerin und entleerte eine Bierflasche auf ihrem Auto. Die beiden Frauen konnten sich das Kennzeichen des Mannes merken. Die Polizei ermittelt nun.

Uelzen. Drei Fahrten unter Drogeneinfluss stellte die Polizei bei Verkehrskontrollen an diesem Wochenende fest. Am Sonnabend wurden ein 43-Jähriger und ein 29-Jähriger mit Drogen am Steuer erwischt. Bereits am Freitag gegen 21.30 Uhr wurde ein Lkw-Fahrer ertappt. Dieser hatte zudem keinen Führerschein.

Uelzen. Ein Mülltonnenbrand in der Esterholzer Straße führte gestern gegen 14.50 Uhr zu einem Einsatz der Uelzener Feuerwehr.

Gorleben. Im Nachbarlandkreis Lüchow-Dannenberg blieb es nach der kulturellen Widerstandspartie in Gorleben die Nacht über ruhig, berichtet Polizeisprecher Kai Richter auf AZ-Nachfrage. Die rund 2000 Besucher hätten sich friedlich verhalten und lediglich eine kleine Gruppe von 30 bis 40 vermummten Personen habe über Stunden versucht, den Zaun am Zwischenlager zu durchbrechen. „Es waren einzelne Personen die ausgeschert sind. Ansonsten war es friedlich“, so Richter. Man habe sich mit ihnen ein Katz- und Mausspiel geliefert. Im vorigen Jahr hatten 200 Störer den Zaun um das Zwischenlager auf 150 Meter niedergerissen und zwei Polizisten verletzt.

Von Lars Lohmann

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