Erweiterung an Lüneburger Straße geplant / Gespräche zur Nachnutzung des Bohldamm-Standortes

Aldi stellt sich in Uelzen neu auf

+
An der Lüneburger Straße soll der Aldi-Standort ausgebaut werden. Dazu wurden angrenzende Grundstücke erworben. In den Gebäuden dort ist zurzeit noch die Freie evangelische Gemeinde Mieter.

Uelzen. Der Einzug in das Marktcenter ist nur der erste Schritt, um sich in Uelzen neu aufzustellen: Der Lebensmittel-Discounter Aldi plant auch seinen Standort an der Lüneburger Straße auszubauen.

Filialen der neuen Generation sind großzügiger ausgelegt, besitzen 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche, um Älteren mit Rollatoren sowie Menschen mit Handicap ein barrierenfreies Einkaufen zu ermöglichen. Auf Sicht soll ein solcher Markt auch an der Lüneburger Straße entstehen.

Für die Standort-Erweiterung hat der Lebensmittel-Discounter angrenzende Grundstücke mit Gebäuden erworben, in denen die Freie Evangelische Kirche Uelzen Mieter ist. Seit 2008 hat die kleine freikirchliche Gemeinde an der Lüneburger Straße ihren Sitz. Ein ehemaliges Teppichlager wurde zum Gemeindezentrum umgebaut. Mit dem Verkauf stellt sich die Frage, wohin die Freikirche zieht. Pastor Markus Schmidt: „Wir haben investiert, haben gerade die Ausgaben gestemmt.“ Jetzt müsse die Gemeinde auf Sicht neu denken. Der Mietvertrag laufe bis 2018, so der Pastor gegenüber der AZ.

Bis zum Ausbau des Standortes Lüneburger Straße soll der Aldi an der Nordallee erhalten bleiben. Erst dann ist die Schließung der Filiale dort angedacht. Der derzeitige Aldi-Standort am Bohldamm wird mit der Filial-Eröffnung im Marktcenter aufgegeben. Wie berichtet, hatte der Investor des Marktcenters (die Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft) zuletzt mitgeteilt, dass das Einkaufszentrum im Sommer eröffnet wird. Vor diesem Termin soll es keinen Auszug von Aldi am Bohldamm geben. Der Lebensmittel-Discounter ist dort nur Mieter des Gebäudes, Eigentümer ist die Unternehmensgruppe Saller aus Weimar. Was aus der Liegenschaft wird, ist noch nicht geklärt. „Unser ganz großes Ziel ist es, einen Leerstand zu vermeiden“, sagt Stefan Meyer von der Unternehmensgruppe gegenüber der AZ. Zurzeit würden mit der Stadt Gespräche zu einer Nachnutzung geführt. „Denkbar wäre ein Bioladen an dem Standort, aber noch ist nichts entschieden“, sagt Meyer. Der Baubestand soll erhalten bleiben.

Von Saller sei in den Gesprächen auch thematisiert worden sei, ob das Gebäude aus Sicht der Stadt als Unterkunft für Flüchtlinge in Betracht gezogen werde, so Meyer. „Das wurde verneint“, sagt er. Das Gebäude eigne sich dauerhaft nicht als Unterkunft für Flüchtlinge. Die Stadt Uelzen erklärt auf AZ-Anfrage, dass „aktuell kein Bedarf gesehen“ wird, um dort Flüchtlinge unterzubringen.

Von Norman Reuter

Mehr zum Thema

Kommentare