Ab Spätsommer ist mit dem „Mängelmelder“ der direkte Draht zur Stadtverwaltung möglich

Ärgernisse und Anregungen direkt ins Rathaus schicken

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Beispielsweise mit dem Smartphone können entdeckte Mängel oder Stellen im Uelzener Stadtgebiet, die verschönert werden könnten, wie hier an der Ilmenau, direkt in die Verwaltungszentrale am Herzogenplatz gemeldet werden.

Uelzen. Die Stadtverwaltung richtet ab Spätsommer einen ganz kurzen Draht für die Uelzener ins Rathaus ein.

Mit einem sogenannten „Mängelmelder“ können die Bürger direkt Ärgernisse, defekte Technik, aber auch Anregungen samt Fotos und Standort per Smartphone oder vom PC daheim ins Verwaltungsgebäude am Herzogenplatz schicken. Dort werden die Nachrichten aufgenommen und dokumentiert. Der Absender bekommt eine Rückmeldung. In den Nachbarstädten Gifhorn und Celle liefe das Projekt bereits erfolgreich, so Erster Stadtrat Dr. Florian Ebeling.

„Wir versprechen uns von der Einführung mehr Transparenz und mehr Bürgernähe“, so Ebeling. Im Internet soll der Mängelmelder „Sag’s uns einfach“ eingerichtet werden. Online sind dann die Mängel samt Bearbeitungsstatus einsehbar. Zum einen können dabei doppelte Hinweise vermieden werden, zum anderen ist dadurch die Transparenz über die Bearbeitung der Mängel gegeben.

Man habe sich in Gifhorn und Celle über Akzeptanz des Mängelmelders informiert. In Gifhorn seien zirka 160 Meldungen in den vergangenen 18 Monaten eingegangen, so Ebeling. Und: „Meldungen, die denunzierend waren, haben wir nicht festgestellt“, so der Erste Stadtrat.

Acht Kategorien will die Stadtverwaltung anbieten. Das geht über defekte Technik wie Ampeln oder Beleuchtung, den Zustand der Straßen, Bürgersteige oder Radwege, Sauberkeit im Stadtgebiet bis hin zu allgemeinen Meldungen beziehungsweise Anregungen und Meinungen.

Das System wurde vom Land Niedersachsen entwickelt. Die Einführung koste der Hansestadt einmalig 1400 Euro. „Das sind die Kosten, um das System auf unsere Erfordernisse anzupassen“, erklärt Ebeling. Die weitere Nutzung sei kostenfrei. Die Idee, einen Mängelmelder einzurichten, hatte die einstige WIR für Uelzen/Piraten/Bündnis 21/RRP-Gruppe im Stadtrat, heißt es in der Mitteilung der Stadtverwaltung.

Von Jens Schopp

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